Gute Chancen für Berater und Architekten

Dell sucht Consultants mit analytischem Know-how

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Für sein Beratungsgeschäft sucht Dell Consultants und Architekten. Dieter Schramm, Head of Infrastructure Consulting Central Europe, erläutert, worauf es dem Unternehmen ankommt.
"In puncto Kundenorientierung gehen wir bei Bewerbern keine Kompromisse ein." Dieter Schramm, Dell
"In puncto Kundenorientierung gehen wir bei Bewerbern keine Kompromisse ein." Dieter Schramm, Dell
Foto: Schramm Dieter, Dell

CW: Sie haben sich für einen neuartigen Ansatz in Ihrem Beratungsgeschäft entschieden. Was ist das Besondere daran?

SCHRAMM: Unsere Analyse der bei Kunden in der Vergangenheit fehlgeschlagenen Projekte zeigt deutlich, dass Transformationsvorhaben nicht an einer falsch gewählten Zielarchitektur scheitern. Viele Projekte starten mit zu ungenauen Kenntnissen über die tatsächliche Situation. Die sich daraus ergebenden Diskrepanzen zwischen der tatsächlichen Ausgangslage und deren Wahrnehmung bei den IT-Verantwortlichen sind der Grund für das Scheitern.

CW: Wie gehen Sie vor?

SCHRAMM: Wir beginnen ein Transformationsprojekt mit einer eingehenden Analyse der Ist-Situation. Wir nennen das den "AS-IS"-Zustand. Parallel dazu entwickeln wir mit dem Kunden die Zielarchitektur. Das ist der zu erreichende "TO-BE"-Zustand. Aus den Erfahrungen unserer Transformationsprojekte können wir unseren Kunden dann einen Projektplan inklusive Business Case erstellen. Das Neue an unserem Ansatz ist die Darstellung. Anstatt dem Kunden ein unübersichtliches, nicht einfach umzusetzendes Strategiedokument zu übergeben, visualisieren wir die beiden Zustände "AS-IS" und "TO-BE" auf einem A0-Poster. Die Kosten für das Assessment sind deutlich geringer als die zusätzlichen Projektkosten, die aufgrund einer unzureichenden Vorbereitung entstehen.

CW: Welche Mitarbeiter suchen Sie für diese Aufgaben?

SCHRAMM: Wir suchen zwei Profile. Ganz klassisch brauchen wir Berater, die unseren Kunden bei der Lösung ihrer technischen Probleme helfen. Darüber hinaus stellen wir Architekten ein, die die hinter den spezifizierten technischen Anforderungen liegenden Schwachstellen erkennen. Für beide Profile, aber insbesondere für die Architekten, besteht die neue Herausforderung, die Aufgaben nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu visualisieren. Dafür haben wir ein Trainingsprogramm aufgesetzt.

CW: Was ist der Unterschied zwischen beiden Profilen?

SCHRAMM: Der Übergang ist fließend. Auf diese Weise ermöglichen wir unseren Mitarbeitern die Weiterentwicklung in zwei Richtungen. Auf dem ersten Pfad können sie ihre Fachkenntnisse ausbauen und sich zu Experten für eine bestimmte Software weiterbilden. Der zweite Pfad betrifft die Kundenbeziehung. Wir treffen auf Situationen, in denen der Auftraggeber einen Berater benötigt, der ihn bei einem spezifischen Problem wie der Virtualisierungsstrategie unterstützt. Dabei können unsere Consultants alle Facetten des Themas abdecken, mit der Konsequenz, dass sie in strategische Projekte unserer Kunden einbezogen sind.

CW: Welche Anforderungen stellen Sie an Ihre Berater, und was ist Ihnen besonders wichtig?

SCHRAMM: Neben den klassischen Anforderungen wie Selbständigkeit und dem Willen, sich nur mit der für den Kunden besten Lösung zufriedenzugeben, ist die schon genannte Fähigkeit der Visualisierung von Aufgaben besonders wichtig. Ich denke, dieser Ansatz macht gerade den Reiz aus, bei uns zu arbeiten.

CW: Finden Sie die Kandidaten, die Sie suchen?

SCHRAMM: Dell ist ein attraktiver Arbeitgeber mit internationalen Karrieremöglichkeiten - mit der Chance auf Spezialisierung in einem Fachbereich oder auch mit herausfordernden Projekten. Das hilft uns bei der Kandidatensuche natürlich sehr.

CW: Spüren Sie den Fachkräftemangel wie andere IT-Arbeitgeber?

SCHRAMM: Weniger der Fachkräftemangel als vielmehr die wirtschaftliche Situation hat unser Wachstum in Bezug auf die Rekrutierung neuer Mitarbeiter gebremst. Viele Consultants, gerade die guten, die wir suchen, haben auf ihren Positionen eine eher abwartende Haltung eingenommen.

CW: Sind Sie bei Bewerbern kompromissbereit?

SCHRAMM. Im Prinzip ja, nicht jedoch in Bezug auf Themen wie Qualität und Kundenorientierung. Da können wir keine Abstriche machen.