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DB2 für T-Rex: Der Stand der Dinge

30.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben von Janet Perna, General Manager Data Management Solutions in IBMs Software Group, wird die kommenden Version der Datenbank "DB2" für die neuen "T-Rex"-Mainframes "wahrscheinlich irgendwann im ersten Halbjahr 2004" allgemein verfügbar sein. Zwar hinkt der aktuelle Beta-Test etwas hinter dem Zeitplan hinterher - laut "Computerwire" waren für August 40 Pilotanwender avisiert, de facto sind es erst 20 -, er verläuft laut Perna aber "extrem gut", IBM könne mit DB2 8.0 for zSeries "nicht zufriedener sein".

Perna gibt an, die neue Version "sei die wichtigste neue DB2-Version, die wir jemals herausgebracht haben". IBM reklamiert für die kommende Datenbank mehr als 100 Verbesserungen, unter anderem 64-Bit-Unterstützung für mehr Leistung und Skalierbarkeit sowie verbesserten SQL-Support. Der Code wurde speziell für die neue Mainframe-Generation neu konzipiert. Die Maschinen unterstützen bis symmetrisches Multiprocessing bis 64 Wege und vervierfachen damit die maximale Prozessorzahl in einem Single System gegenüber der bisherigen Hardware.

Die Codebasis für DB2 8.0 for zSeries ist zwar nicht die gleiche wie bei anderen Versionen der DB2 Universal Database, Entwickler können laut Perna aber die gleichen Tools verwenden, um Anwendungen für beide zu erstellen. Kernfeatures der Großrechnervariante sind laut Perna Leistung, Skalierbarkeit und Zuverlässigkeit. "Das wird es uns auch ermöglichen, die Preis-Leistungsvorteile der Hardwareplattform auszuschöpfen", so die IBM-Managerin.

Mit der 64-Bit-Version von DB2 für seine Großrechner wird IBM vor allem versuchen, in den Gefilden von Oracle zu wildern. Die Software bietet unter anderem auch Unterstützung für Recursive SQL, Common Table Expressions, Scalar Full Select oder Column Level Encryption, um die Portierung von Wettbewerbsprodukten auf Wintel- und RISC/Unix-Servern zu DB2 zu erleichtern.

Nach Angaben von IDC aus dem vergangenen April ging der Marktanteil des führenden RDBMS-Anbieters Oracle 2002 um fünf Prozentpunkte auf 39,4 Prozent zurück, wohingegen IBM als Nummer zwei seinen Market Share um neun auf 33,4 Prozent ausbauen konnte. (tc)