Neu auf 10projects

"Das hat in Deutschland bisher gefehlt"

Riem Sarsam ist IDG-Redakteurin und leitet verantwortlich das CIO Leadership Excellence Program (LEP), eine exklusive Fortbildung für IT-Manager, gemeinsam veranstaltet von CIO und der WHU – Otto Beisheim School of Management .
Kristine Fredriksson ist Teilnehmerin Nummer 2500 auf 10projects, der IT-Projekt-Community von COMPUTERWOCHE und "CIO"
Kristine Fredriksson, Qliktech
Kristine Fredriksson, Qliktech
Foto: Qliktech

Langsam, aber sicher füllt sich die Community-Plattform 10projects mit Projektberichten. Seit sie im Oktober vergangenen Jahres den Start ging, haben sich bereits mehr als 2500 Projektleiterinnen und Projektleiter mit ihren Projekten dort registriert. Kristine Fredriksson ist die Teilnehmerin mit der runden Nummer. Ein guter Anlass, um nachzufragen, was sie von 10Projects hält.

Kein Widerspruch ist für Fredriksson die Tatsache, dass sie selbst bei einem Hersteller arbeitet, als Marketing Programs Manager bei Qliktech, dem Anbieter eines BI-Tools. Nach mehr als 14 Jahren in der IT-Branche weiß sie, dass letztlich die Meinung des Kunden wichtiger ist als die des Softwarelieferanten. Ein Medium, wo diese offen ausgesprochen werden kann, hält sie für Anwender wie Anbieter für wesentlich informativer als die ständigen Selbstdarstellungen der Softwareindustrie: "Die werden doch meist nur von den anderen Herstellern gelesen."

Die entscheidenden Fragen

Die wahre Qualität einer Lösung zeige sich erst, wenn der Anbieter schon wieder aus dem Haus sei, davon ist Fredriksson überzeugt. Die entscheidenden Fragen lauteten: Was kostet das System, wenn es einmal in den Betrieb gegangen ist? Wie kommen die Nutzer damit zurecht? Welche Fehler wurden gemacht, und wie lassen sie sich künftig vermeiden? Von Seiten der Hersteller seien hier selten wahre Antworten zu hören - zum Nachteil für alle, denn durch falsche Versprechen hätten schon viele Softwareanbieter das Vertrauen der Kunden verspielt.

Eine Plattform wie 10projects verhelfe den Projektbeteiligten auch zu mehr Eigenständigkeit, fährt Fredriksson fort. Sie könnten vergleichen, kritische Beobachtungen teilen und sich gegenseitig unterstützen. Es koste relativ wenig Zeit, einen Projektbericht zu verfassen oder an Diskussionen teilzunehmen - Zeit, die durchaus gut investiert sei: "Wenn die Kunden sich untereinander austauschen, sind die Aussagen nicht nur ehrlicher, sie können auch helfen, viel Zeit und Geld zu sparen."