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Infrastruktur-Outsourcing

Das eigene RZ - ein Auslaufmodell?

Holger Eriksdotter ist freier Journalist in Hamburg.
Die aktuelle Studie „IT Leadership Report“ sagt eine weitere Zunahme von Infrastruktur-Outsourcing voraus. Danach hat schon jetzt ein knappes Drittel der Unternehmen den Großteil ihrer IT-Infrastruktur ausgelagert. Fast 60 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass der Inhouse-Betrieb schlecht genutzte Ressourcen und höhere Kosten verursacht.
Foto: Fotolia / Spectral-Design

Zentrale Erkenntnis der Studie: Das Outsourcing von IT-Infrastruktur wird auch für deutsche Unternehmen zu einem immer attraktiveren Modell. Zu den wichtigsten Vorteilen von IT-Outsoucing (unter Verwendung eines Utility Based Models) zählen 45 Prozent der deutschen IT-Entscheider die höhere Sicherheit; für 32 Prozent ist die Skalierbarkeit und Flexibilität der Infrastruktur ein wichtiges Argument; der gleiche Prozentsatz der Befragten erwartet von der Auslagerung eine Verbesserung der Service-Qualität (QoS).

Foto: Savvis/Vanson Bourne 2012

Besonders auffällig: Die Zustimmung zum Outsourcing von IT-Infrastruktur ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Waren es 2010 noch unter 40 Prozent der Studienteilnehmer, die der These zustimmten, dass der Eigenbetrieb der IT-Infrastruktur zu höheren Kosten und der Verschwendung von Ressourcen führt, waren es in diesem Jahr schon fast 60 Prozent. Dabei nimmt die Zustimmung mit der Größe des Unternehmens zu - ebenso wie das Eingeständnis, bei der Anschaffung von Infrastruktur-Komponenten nicht immer richtig gelegen zu haben. Mehr als die Hälfte der Unternehmen räumt Fehler beim Hardware-Einkauf ein.

Die jährlich durchgeführte Studie hat der IT-Dienstleister Savvis beim unabhängigen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag gegeben. Der „IT- Leadership-Report“ zum Thema IT- Outsourcing basiert auf der Befragung von 550 CIOs und IT-Entscheidern aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen. Die Studienergebnisse liefern einen globalen Ausblick auf die Trends im IT-Outsourcing (ITO) für ausgewählte Branchen wie Finanzdienstleister, Medien, Einzelhandel, Gesundheitswesen, Software und Automotive. In diesem Jahr wurden erstmals auch IT-Verantwortliche deutscher Unternehmen befragt. Damit erweitert sich der Fokus der Untersuchung auf insgesamt sechs führende Industrieregionen: Neben Deutschland nahmen auch Firmen aus den USA, Großbritannien, Japan, Hongkong und Singapur teil.

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