eco Report

Dank IoT hat IT-Sicherheit Hochkonjunktur

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Das Internet of Things (IoT) stellt den wichtigsten Treiber für aktuelle Veränderungen in der IT-Sicherheit dar. Dies legt der eco Sicherheitsreport 2016 nahe, für den eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. rund 600 IT-Sicherheitsexperten befragt hat.
Das Internet of Things (IoT) stellt den wichtigsten Treiber für aktuelle Veränderungen in der IT-Sicherheit dar.
Das Internet of Things (IoT) stellt den wichtigsten Treiber für aktuelle Veränderungen in der IT-Sicherheit dar.
Foto: GlebStock - www.shutterstock.com

Wie aus der Studie hervorgeht, stuft über die Hälfte (51 Prozent) der Firmen das Internet der Dinge als den wichtigsten Faktor für anstehende Veränderungen in IT-Sicherheitsfragen für 2016 ein. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil der Befragten mit dieser Einschätzung noch bei unter 40 Prozent gelegen. In der aktuellen Umfrage an zweiter Stelle steht mit 45 Prozent der Aspekt der kritischen Infrastrukturen, der im letzten Jahr ebenfalls noch bei unter 40 Prozent gelegen hatte.

"IoT und kritische Infrastrukturen haben die Themen Cloud, Datenschutz und Mobile deutlich zurückgedrängt, was ihre Bedeutung für die IT-Sicherheit angeht", erklärt Oliver Dehning, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco - Verband der Internetwirtschaft.

Geheimdienste sind aus dem Bewusstsein verschwunden

Iot und kritische Infrastrukturen verdrängen Cloud, Datenschutz und Mobile. Die Ausspähungen durch Geheimdienste verschwinden aus dem Bewußtsein.
Iot und kritische Infrastrukturen verdrängen Cloud, Datenschutz und Mobile. Die Ausspähungen durch Geheimdienste verschwinden aus dem Bewußtsein.
Foto: eco Verband

So wird Cloud Computing aktuell noch nicht einmal von einem Drittel (32 Prozent) der Befragten als Treiber für Veränderungen in Sachen IT-Sicherheit eingestuft (Vorjahr: 38 Prozent). Der Datenschutz ist in dieser Zeitspanne von 41 auf 29 Prozent gefallen, das Themengebiet Mobile von 43 auf 28 Prozent. Die Relevanz von Big Data ist von 25 auf 21 Prozent abgerutscht.

The Next Now! - Foto: shutterstock.com - SFIO CRACHO

The Next Now!

Überraschenderweise ist sogar das Ausspähen durch Geheimdienste als Sicherheitsrisiko beinahe völlig aus dem Bewusstsein verschwunden: Lediglich 20 Prozent der Firmen stufen Spionage als Treiber für betriebliche Sicherheitsfragen ein. Nur ein Jahr zuvor hatten noch 38 Prozent genau diese Gefahr als treibende Kraft eingestuft.

Sicherheitsbedenken: Smart Home hui, Smart Car pfui

Wie der eco Sicherheitsreport 2016 weiterhin ergab, steht die deutsche Wirtschaft dem Konzept des Smart Car mit zunehmenden Sicherheitsbedenken gegenüber, während das Bewusstsein für Sicherheitsfragen beim Smart Home immer mehr abnimmt. So vertreten mehr als ein Drittel (36 Prozent) der aktuell Befragten die Auffassung, dass Connected Cars ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ein Jahr zuvor hatte der Anteil der Bedenkenträger noch bei 32 Prozent gelegen. Und nur noch neun Prozent sind der Meinung dass die smarte Vernetzung die Sicherheit im Auto erhöht (Vorjahr: 15 Prozent). Die Mehrheit (55 Prozent; Vorjahr: 53 Prozent) denkt pragmatisch: Die Vernetzung wird sowohl für mehr als auch für weniger Sicherheit sorgen.

Anders beim Smart Home: 99 Prozent (!) der aktuell Befragten mahnen mehr Sicherheitsbewusstsein bei der Vernetzung der eigenen vier Wände an. Ein Jahr zuvor hatte dieser Anteil bei 92 Prozent gelegen. "Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Sicherheit im Smart Home ist abnehmend gegen Null", erklärt Oliver Dehning.

 

matthias klein

TAKE 2:
leider bin ich unterbrochen worden durch eine kleine unachtsamkeit - ich bin aus versehen auf den absendebutton gekommen. wo war ich stehengeblieben, ach ja:
jeder fürchtet sich vor den risiken des internets; dabei übersehen die meisten daß die gefahr nicht darin besteht, von geheimdiensten aller art wie z.b. der nsa oder den schlapphüten von verfassungsschmutz ausspioniert zu werden, sondern in der datensammelwut von unternehmen wie google, facebook, sowie sonstigen datensaugern besteht. diese setzen sog. cookies auf ihre webseiten, die sich beim surfen automatisch installieren und den browserverlauf tracken, also auf welchen webseiten sie surfen, was sie dort bestellen und vieles andere mehr.
das macht unternehmen wie google so wertvoll - sie wissen wirklich ALLES über sie !!!
die bisherige krönung des ganzen sind sog. supercookies, die sich auch mit einer software wie ccleaner nicht mehr von der festplatte putzen lassen und permanent dort verbleiben bis in alle ewigkeit ...
und dabei selbstverständlich weiter daten sammeln !!!
naja, man muß wohl damit leben, unter permanenter überwachung von gott weiß wem zu stehen - daß ist der fluch des internets. meine mutter ist 84 jahre alt und findet computer und internet seien alles teufelswerk; ich kann sie verstehen, aber ohne internetanschluß ist man heutzutage ziemlich abgehängt - wo soll ich sonst all die tollen kostenlosen newsletter von z.b. zeitungen aus aller welt, computerzeitschriften, etc. pp. herbekommen.
in diesem sinne - immer schön sauberbleiben !!!
sincerely
MKultra (computersicherheitsexperte und whitehathacker)

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