Separate Datenbank

Creditreform verbessert Reporting mit Cognos

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Creditreform, eine der größten europäischen Wirtschaftsauskunfteien, hat ihr Berichtswesen neu organisiert.

Gründe für die Neuaufstellung des Reportings waren einer IBM-Mitteilung zufolge starkes Datenwachstum und gestiegene Kundenanforderungen. Creditrefom entschied sich dabei für eine reportorientierte Datenbank mit IBM Cognos als Auswertungswerkzeug. Kunden können damit nun tagesaktuelle Reports und Analysen selbstständig abrufen und flexibel auswerten.

Creditreform bietet Dienstleistungen zum Schutz mittelständischer Unternehmen vor Forderungsausfällen an; das Spektrum der angebotenen Leistungen umfasst klassisches Forderungsmanagement genauso wie Bonitätsinformationen und bonitätsbasierte Ansprache von Neukunden. Grundlage der angebotenen Informationen sind automatisch abgefragte Quellen wie das Handelsregister, aber auch von Rechercheuren manuell eingegebene Daten.

Bisher lief die komplette Berichterstellung für die Kunden direkt über das operative System. Wurden Informationen zum Stand laufender Inkassoverfahren benötigt, zog der Sachbearbeiter diese Daten einzeln aus dem System. Gleichzeitig erfolgte auch die Datenerfassung auf diesem System. Die Folge waren lange Änderungs- und Abfragezeiten, eine eingeschränkte Systemperformance sowie eine langwierige und personalintensive Berichterstellung.

Creditreform wollte Reports schneller und flexibler erstellen können und zugleich das operative System entlasten; außerdem sollten Aktualität, Qualität und Nutzerfreundlichkeit erhöht werden. Dazu wurde eine zweiten physische Datenbank allein für das Reporting eingerichtet und so das Berichtswesen vom operativen System getrennt. Die neue Datenbank wird nur noch aus der operativen Datenbank gespeist (über Nacht mit Hilfe des "IBM Cognos Data Managers"), damit sind auch keine Datenbereinigungen mehr nötig.

IBM-Berater entwickelten für die Lösung auch optimierte Datenmodelle, die mit sternförmigen Datenstrukturen alle Dimensionen abbilden und zusammenfassen. Mussten die Creditreform-Sachbearbeiter zuvor für eine Inkasso-Sachstandsabfrage bis zu 100 Tabellen ausgewerten, so sind es jetzt nur noch sieben.

In dem neuen System erstellt der zuständige Sachbearbeiter auf Anfrange einen Report, den der Kunde anschließend über ein Portal selbständig und ohne technische Vorkenntnisse einsehen und flexibel auswerten kann. Basis hierfür ist "IBM Cognos Business Intelligence Query und Reporting".

"Berichte werden jetzt durchschnittlich in 15 Sekunden ausgeführt, was einer Steigerung der Leistung um den Faktor 4000 im Vergleich zur früheren Architektur entspricht", bescheinigt Uwe Weng, Projektmanager im Bereich Softwareentwicklung bei der Creditreform.