Cloud Computing ist ein Megatrend

Christoph Witte ist freier Publizist und Kommunikationsberater.

Den Auguren zufolge werden die Ausgaben für CRM on Demand in den nächsten Jahren zweistellig wachsen. Doch das Mietmodell gedeiht nur in bestimmten Anwendungsbereichen prächtig: Die Markttforscher sagen Software as a Service (SaaS) oder Computing as a Service (CaaS) generell eine große Zukunft voraus.

In diesen Dunstkreis und zu den großen Hoffnungsträgern der IT-Branche gehört auch das Thema Cloud Computing, obwohl es noch einer genauen Definition harrt.

Höchstwahrscheinlich wird Cloud Computing stellvertretend für den Trend zu IT-Services stehen: weg vom Besitz von Rechnern, Software und Netzen und hin zur bedarfsgerechten Miete.

Im flexiblen Mietkonzept liegt für die Anwender ein großes Versprechen. Sie müssen nicht mehr mittel- und langfristig in IT investieren und sich so auf Architekturen und Applikationslandschaften festlegen, sondern können je nach Bedarf shoppen gehen. Wohlgemerkt: Versprechen. Noch ist diese schöne, servicezentrierte Welt nicht Wirklichkeit, wie die Beispiele Business By Design oder Windows Life zeigen.

Wohin sie sich entwickeln könnte, zeigen Google Apps und andere gestreamte Softwarelösungen. Aber die Vorteile für Anwender und Anbieter sind zu groß, als dass Cloud Computing in der Kiste der vergessenen Trends verschwinden könnte. Vorausgesetzt, der Markt funktioniert, müssen die einen nicht mehr auf Jahre und Jahrzehnte ihre IT-Strategie festlegen, und die anderen wären nicht mehr so stark vom Lizenzverkauf abhängig, sondern könnten ihre Lösungen über die Cloud (vorstellbar wie ein riesiges Service-Repository?) zur Miete anbieten und so wahrscheinlich sehr viel mehr Kunden erreichen als heute.

Weitere Meinungsbeiträge und Analysen finden Sie im Blog des Autors unter www.wittes-welt.eu.