Friedliche Einigung

Cisco leiht Apple den Markennamen IOS

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Um einen neuen Rechtstreit zu vermeiden, lizenziert der Netzwerkriese Cisco IOS an Apple.

Drei Jahre, nachdem Cisco Apple wegen der Nutzung des Begriffs iPhone vor den Kadi geschleppt hatte, borgt sich die Company einen weiteren Markennamen des Netzausrüsters. Apple-Chef Steve Jobs kündigte auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) in San Francisco an, dass das mobile Betriebssystem iPhone OS in iOS umbenannt werde. Wie es der Zufall will, steht iOS oder besser IOS bei Cisco für das seit gut 20 Jahren in Routern und Switches genutzte und namensrechtlich geschützte Internetwork Operating System.

Anders als im Januar 2007 wird es jedoch keinen neuen Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen geben. Wie Cisco in seinem Firmenblog bekannt gab, hat der Netzwerkriese die Nutzung seiner Marke iOS als Bezeichnung für das Betriebssystem von iPhone, iPod touch und iPad an Apple lizensiert. Weitere Details zu dem Deal wurden nicht bekannt.

Rigoroser ging Apple vor, um sich die Rechte an dem Namen FaceTime - die Bezeichnung für die neue Video-Chat-Anwendung - zu sichern. Die Jobs-Company kaufte den Handelsnamen von FaceTime Communications - der Anbieter von Sicherheitssoftware für soziale Netze will sich in den nächsten Monaten umbenennen.