CIO des Jahres 2007

CIOs - die Vordenker des Business

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Herzlichen Glückwunsch allen 54 CIOs, die in diesem Jahr im Rahmen des Wettbewerbs "CIO des Jahres" prämiert wurden. Herzlichen Dank allen, die mitgemacht haben und uns einen Einblick in ihre Arbeit gewährt haben.

Was muss ein CIO denn idealerweise können? Fragt man Business-Manager, so wünschen die sich IT-Verantwortliche, die IT als Führungsaufgabe auf Management-Ebene wahrnehmen. Fragt man die Analysten, so legen sie häufig schon gar keinen Wert mehr auf eine solide technische Ausbildung wie Informatik. Sie verlangen gute Strategen mit Innovationsfähigkeiten und Visionen, die nicht nur die IT, sondern auch das Business voranbringen. Fragt man hingegen die IT-Mitarbeiter, so zählt für sie aber immer noch die Fachkompetenz ihres Chefs.

Die Anforderungen an die CIOs sind komplex, dessen sind sich die IT-Lenker durchaus bewusst. Das spiegeln die Antworten der von der COMPUTERWOCHE in diesem Jahr befragten CIOs wider: Denn im Rahmen unseres Wettbewerbs "CIO des Jahres 2007" haben wir die IT-Verantwortlichen nicht nur zu ihren Projekten oder zur Aufstellung ihrer IT-Organisation befragt, sondern wollten von ihnen auch wissen, was ihre eigene Einschätzung zu ihrem Beruf ist. "Ein CIO muss einen großen Einfluss auf Strategieentscheidungen haben", erklärt beispielsweise Matthias Mehrtens, CIO der Stadtwerke Düsseldorf. Er müsse "ein guter Kommunikator sein", fügt Hermann Grauthoff von JAB Josef Anstoetz hinzu. Bernd Hilgenberg von Fressnapf betont die Notwendigkeit, "ein guter Netzwerker zu sein", Michael Kranz von Krones sagt, "ein CIO muss Unternehmer im Unternehmen sein", und Dennis Lidzba von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig hält es für wichtig, dass ein CIO Visionen haben müsse, um einen guten Job zu machen.

Der Wettbewerb

Doch der Reihe nach. Zum fünften Mal haben die COMPUTERWOCHE und die Schwesterpublikation CIO den Wettbewerb zum "CIO des Jahres " für IT-Verantwortliche aus dem deutschsprachigen Raum ausgelobt – mit einigen Neuerungen. Zum ersten Mal konnten Sie, liebe Leser, die CIOs, die Sie beeindruckt haben, mitnominieren. Über die vielen Zuschriften haben wir uns sehr gefreut. Zusätzlich erhielten wir wieder Kandidatenempfehlungen von großen Anbietern und Beratern. Den über 500 Nominierten schickten wir daraufhin einen ausführlichen Fragebogen zu, den sie ausfüllen und an die Redaktionen zurücksenden sollten. Wie in den Vorjahren auch nahmen die Redakteure aus den eingegangenen Bewerbungen wieder eine Vorauswahl von 54 CIOs vor. Diese Top-54 stellen wir in dieser Sonderberichterstattung vor.

Die Kriterien

Zusammen mit unserer etablierten sechsköpfigen Jury aus Wissenschaft und Praxis unterzogen wir die Bewerbungen dieser 54 CIOs einer genauen Prüfung. Denn wer sich unter den IT-Leitern aus großen und mittelständischen Unternehmen hervorheben möchte, sollte

  • zwischen IT und Business vermitteln können (Gewichtung: 25 Prozent);

  • über fachliche wie technische Kompetenz verfügen (Gewichtung: 20 Prozent);

  • Projekte mit Erfolg abgeschlossen haben (Gewichtung: 15 Prozent);

  • Zukunftsträchtige Entscheidungen getroffen haben (Gewichtung: 15 Prozent);

  • Einfluss im Unternehmen besitzen (Gewichtung: 15 Prozent);

  • und Führungsqualitäten in Bezug auf das eigene Personal, das Kosten-Management und die Entwicklung einer Strategie haben (Gewichtung: zehn Prozent).

Die Jury

Die Mitglieder der externen Jury setzen sich aus Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern zusammen.
Die Mitglieder der externen Jury setzen sich aus Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern zusammen.

Die Jury setzte sich aus den Redaktionen der COMPUTERWOCHE und der Schwesterpublikation CIO (zusammen eine Stimme) sowie unseren sechs externen Jurymitgliedern (jeweils eine Stimme) zusammen (im Bild von links nach rechts):

Die Prämierten

Werner Scherer, CIO von Döhler, kam in der Kategorie "Mittelstand" aufs oberste Treppchen.
Werner Scherer, CIO von Döhler, kam in der Kategorie "Mittelstand" aufs oberste Treppchen.
Foto: Werner Scherer

Aus den 54 Finalisten kürte die Jury zwei beste IT-Manager: Einen für kleine und mittelständische Firmen (bis 2000 Mitarbeiter) und einen CIO für größere Unternehmen – denn Einfluss und Handlungsspielraum eines IT-Verantwortlichen hängt immer auch vom Budget und der Größe seines IT-Teams ab.

Im Mittelstand lag Werner Scherer von Döhler klar vorne (siehe "In der ersten Liga angekommen"). Er überzeugte die Jury vor allem durch sein konsequentes, prozessorientiertes Denken. Da im Geschäftsfeld der Firma Döhler eine extreme Flexibilität für die Reaktion auf Kundenanforderungen notwendig ist, wurde auf konsequente Weise die IT und die damit verbundene Prozesslandschaft auf diese Bedürfnisse angepasst. "Durch die vollständige Vernetzung von Produktions- und IT-Prozessen wird die IT zum Enabler für das Geschäft", so einer der Juroren.

Inhalt dieses Artikels