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Chrome für Windows jetzt auch in 64-bit

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Google hat die Version 37 seines Browsers Chrome veröffentlicht.

Chrome 37 bringt dieses Mal vor allem der Windows-Fraktion interessante Neuerungen. Nach erfolgreichem Testlauf über die Canary- und Dev-Kanäle hat sich Google entschlossen, eine 64-bit-Version von Chrome für Windows auch auf die Stable-Allgemeinheit loszulassen. Diese soll schneller (beim Decoding von HD-Videos auf YouTube zum Beispiel um 15 Prozent) und stabiler laufen als das 32-bit-Pendant und darüber hinaus mehr Möglichkeiten im Bereich Sicherheit bieten.

Über Google Chrome mit 64-bit
Über Google Chrome mit 64-bit

Weil 64-bit-Browser aber prinzipbedingt nicht mit 32-bit-Plugins (NPAPI) funktionieren, bleibt 64-bit für Chrome einstweilen Opt-in, das heißt der Nutzer muss ausdrücklich ein besonderes Installationsprogramm laden und ausführen. Zumindest was Flash angeht, ist 64-bit kein Problem - Chrome bringt schon seit geraumer Zeit ein integriertes Adobe-Plugin mit, das auch stets auf dem aktuellsten Stand gehalten wird. Längerfristig will Google die Unterstützung für das Netscape-Relikt NPAPI ohnehin entfernen.

Google Chrome Font-Rendering DirectWrite vs. GDI
Google Chrome Font-Rendering DirectWrite vs. GDI
Foto: Google

Eine weitere Neuerung in Chrome 37 ist die Unterstützung der Microsoft-Grafik-API DirectWrite im Renderer. Damit werden Schriften endlich auch auf hochauflösenden Bildschirmen (HiDPI) adäquat ausgegeben. Bislang hatte Chrome dafür das veraltete GDI von Mitte der 1980er Jahre benutzt.