Chatten per Webcam - auch für zu Hause

23.10.2001
Videokonferenzen via Internet im Business-Bereich haben Hochkonjunktur. Aber auch der Heimanwender kann per Webcam bildunterlegt kommunizieren - und damit "Blind dates" nach einem Chat vermeiden.

Webcams besaßen lange Zeit lediglich einen Spaßfaktor. Die erste Cam dieser Art wurde vor Jahren von Studenten der University of Cambridge installiert. Ihr Zweck: "Remote" ließ sich der Füllstand einer Kaffeekanne betrachten. Bekannt sind auch die Webcams in einschlägigen Etablissements des Rotlicht-Milieus sowie an großen Straßenkreuzungen.

Laut den Marktforschern von Infotrends sind derzeit weltweit zehn Millionen Webcams im Einsatz.

Quelle: Microsoft
Quelle: Microsoft

In diesem Jahr kommen den Analysten zufolge sieben Millionen weitere hinzu. Ende 2005 sollen in den Haushalten weltweit 29,5 Millionen dieser Kameras installiert sein, schätzen die Marktforscher von IDC. "Eine Menge Heimanwender besitzen heute leistungsfähige PCs, und der Trend geht eher zum Ausbau der Maschinen als zum Neukauf eines Rechners", sagt IDC-Analyst Chris Chute. Auch die Zahl der Dienstleister in Sachen Videokonferenzen nehme zu und treibe die Hardware-Verkaufszahlen weiter in die Höhe.

Vor allem in den USA herrsche eine rege Nachfrage nach Webcams und Videokonferenzsystemen, da diese Geschäftsreisen mit dem Flugzeug oft überflüssig machen. Im Gegensatz zum Consumer-Markt kommen im Business-Bereich, beispielsweise bei Daimler-Chrysler, meist Highend-Systeme mit hochwertiger Sound-Ausstattung zum Einsatz.

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