Firmen und Nutzer schätzen unabhängige Zertifizierungen

CeLS-Initiative weiter auf Erfolgskurs

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
56 Berufsbilder, für die man sich zertifizieren lassen kann, mit einer exponentiell steigenden Zahl von Testabrufen und mehr bestandenen Online-Prüfungen- die CeLS (certified by professionals)-Initiative hat sich in den letzten Monaten weiter sehr positiv entwickelt und in den Medien einiges an Resonanz bekommen.

CIOs, Personaler und Geschäftsführer namhafter deutscher Unternehmen treffen sich im Rahmen des CeLS-Beirats einmal im Quartal, um den Stand der unabhängigen CeLS-Zertifizierung zu besprechen, Ideen zu empfehlen und die Initiatoren zu beraten. Günter Hilger, Initiator und Geschäftsführer von GECO Systems: "Durch die hochkarätigen Vertreter erreichen wir Bekanntheit und Akzeptanz bei den Kundenunternehmen. Außerdem wenden die Unternehmen zum Teil selbst CeLS in Leuchtturmprojekten an. Gleichzeitig können wir durch deren Feedback schnell reagieren."

Der CeLS-Beirat tagte in Hamburg: (v.l.n.r.) Jürgen Renfer (KUVB), Christian Flöter, Airbus, Jörg Öynhausen (Bechtle), Horst Tisson (Tisson & Company), Günter Hilger, Geco, Ralph Freude (TÜV Rheinland), vorne: Mirja Wagner (IDG), Daniela Chikato (Chikato GmbH)
Der CeLS-Beirat tagte in Hamburg: (v.l.n.r.) Jürgen Renfer (KUVB), Christian Flöter, Airbus, Jörg Öynhausen (Bechtle), Horst Tisson (Tisson & Company), Günter Hilger, Geco, Ralph Freude (TÜV Rheinland), vorne: Mirja Wagner (IDG), Daniela Chikato (Chikato GmbH)
Foto: CeLS certified by professionals

Dabei stehen vor allem die Entwicklung und Weiterverbreitung von CeLS-Berufsbild-Zertifizierungen im Vordergrund - inklusive der Tests für Soft Skills zur Qualitätssicherung, womit sich der Bewerberauswahlprozess optimieren lässt. Das Besondere an dem ganzheitlichen Verfahren: Die Testinhalte entwickelt die IT-Community selbst. Ausgesuchte Fachleute einer Branche, ob Unternehmen oder Einzelpersonen, finden sich in Autorenteams zusammen und erarbeiten alle für das Berufsbild erforderlichen fachlichen Testbausteine selbst.

Neue Berufsbildtests verfügbar­­

Auf der Frühjahrssitzung in Hamburg wurde bekanntgegeben, dass in den ersten drei Monaten wieder zahlreiche Berufsbildtests online gingen und auf der Plattform www.certbycels.com verfügbar sind, zum Beispiel der Identity Management Architect, der IT Service Professional, der Linux-Administrator oder der IT-Projekt-Mitarbeiter.

Besonders erfreulich sei die hohe Akzeptanz dieses unabhängigen Zertifizierungsstandards, denn laut der aktuellen Auswertung einer Teilnehmerumfrage antworteten fast 95 Prozent der Befragten mit "ja" und "eher ja" auf die Frage, ob sie CeLS weiterempfehlen würden. Und 92 Prozent gaben an, dass sie das Zertifikat ihren Bewerbungsunterlagen beifügen werden.

Sehr positiv haben sich auch die Testabrufzahlen entwickelt, die sich im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzehnfachten. Ebenfalls überdurchschnittlich viele Interessenten haben im letzten halben Jahr ihren Test bestanden. Gefreut hat sich Hilger auch darüber, dass die Zahl der Autoren weiter steigt, um "Teil der Community zu werden und einen Test für ihr Berufsbild zu entwickeln". Insgesamt arbeiten derzeit über 50 Autoren-Teams zusammen, um in den nächsten Monaten weitere Tests zu liefern.

CeLS Zertifikate stellen Vergleichbarkeit sicher

Das Systemhaus Bechtle engagiert sich auch in der CeLS-Initiative. "Aus gutem Grund", wie Jörg Öynhausen, Geschäftsführer der Bechtle Onsite Service GmbH argumentiert: "Für die meisten der für uns relevanten Berufsbilder gibt es keine spezifische Ausbildung am Markt - daher sind wir auf die Überprüfung des Wissens im Rahmen des Bewerbungsprozesses angewiesen. Die CeLS Zertifikate lieferten einen ersten Ansatzpunkt und stellen die Vergleichbarkeit sicher. Die Fragen würden von erfahrenen IT-Experten entwickelt - "ein wichtiges Kriterium für die Praxistauglichkeit der Zertifikate", so Öynhausen. Sie seien daher auch für bestehende Mitarbeiter wichtig, um eine Weiterentwicklung in neue Bereiche (mit anderen Berufsbildern) einschätzen zu können. Die Initiative sei für sein Unternehmen ein "wichtiger Baustein in der Verbesserung der Mitarbeiterauswahl und Qualifikation".