CeBIT: Mit Smartphones schnell ins Internet

Senior Communication Managerin bei der Content Marketing Agentur Evernine
Der PDA ist tot – es lebe das Smartphone! Für Business-Anwender sind Collaboration-Funktionen via Internet ein Muss. Die auf der CeBIT gezeigten Neuheiten glänzen in Sachen Schnelligkeit und Bedienkomfort.

Das Interesse an Geräten mit mobilen Adress- und Terminverwaltungen ist laut IDC zwar weiterhin hoch, doch zusätzliche Funktionen, unter anderem die Möglichkeit des Telefonierens oder des E-Mail-Versands, sind inzwischen das K.o.-Kriterium beim Kauf. Die Nachfrage nach PDAs ohne Telefonfunktion geht bereits seit Ende 2003 kontinuierlich zurück.

Fast jeder Handy-Hersteller hat deshalb Smartphones im Angebot. Allerdings ist es um neue Smartphone-Modelle auf der CeBIT nicht gerade üppig bestellt – vor allem aus dem Symbian-Lager. Zu sehen sind einige neue Geräte an den Ständen von Mobilfunk-Providern wie Vodafone oder T-Mobile. Viele Hersteller glänzen indes durch Abwesenheit. Nokia und Samsung waren schon 2007 nicht dabei und sind es auch in diesem Jahr nicht. Auch der Mobilfunkkonzern O2 sagte ab. Ein Grund für die CeBIT-Abstinenz: Kurz vor Eröffnung der CeBIT 2008 findet mit dem Mobile World Congress (3GSM) in Barcelona die weltweit wichtigste Messe für den Mobilfunkmarkt statt.

Der neue Ameo von T-Mobile mit 16-GB-Festplatte und 128 MB RAM ist ein Windows-Mobile-Smartphone im Look eines winzigen Notebooks.
Der neue Ameo von T-Mobile mit 16-GB-Festplatte und 128 MB RAM ist ein Windows-Mobile-Smartphone im Look eines winzigen Notebooks.

Der wichtigste Umsatzmotor heißt für die Branche "Mobiles Internet". Laut der aktuellen Telco-Trend-Studie von Steria Mummert Consulting setzen 56,5 Prozent der befragten Experten das Handy-Web auf Platz eins der Mobilfunkdienste, gefolgt von SMS (54 Prozent), Mobile Office (50,8) und Sprachdiensten (44,4). Besonders gefragt sei das Kriterium Netzzugang bei Business-Kunden, die unterwegs E-Mail, Adress- und Kalenderverwaltung nutzen wollen. Ende 2007 besaßen bereits mehr als zehn Millionen Deutsche ein UMTS-fähiges Gerät, so die Studie.

Die Geschwindigkeit

Beim mobilen Internet heißt das Zauberwort High Speed Downlink Packet Access (HSDPA). Damit ist es möglich, ein Bild mit einer Datengröße von 1 MB in nur 0,2 Sekunden herunterzuladen. Zum Vergleich: Mit GPRS (General Packet Radio Service) dauert es 3,20 Minuten, mit EDGE (Enhanced Data Rates for GSM) 0,50 Minuten", rechnet Günther Ottendorfer, Geschäftsführer T-Mobile Deutschland, vor.

Die Trendsetter, die auf der CeBIT zu sehen sind, zeichnen sich denn auch durch einen schnellen Internet-Zugang aus: Die zunehmende UMTS-Breitband-Versorgung macht Download-Raten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde möglich - mehr als dreimal so schnell wie mit einem gängigen DSL-Festnetzanschluss. Auch das Versenden von Daten soll in Zukunft flächendeckend schneller vonstatten gehen: Die neue HSUPA-Technik (High Speed Uplink Packet Access) beschleunigt Upstreams auf bis 1,45 Mbit pro Sekunde.

Ein weiteres Highlight 2008 ist der integrierte Navigations-Chip. Gerade den navigationsfähigen GPS-Smartphones verspricht das Marktforschungsinstitut ABI Research eine große Zukunft: Die Hightech-Handys sollen schon im Jahr 2012 etwa ein Viertel aller Navi-Systeme ausmachen.