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CeBIT: Microsofts IPTV-Plattform

16.03.2007
Wie die Fernsehzukunft ausssehen kann, zeigt Microsoft auf der CeBIT mit seiner IPTV-Plattform.

Die diesjährige CeBIT hat zwei neue Hype-Wörter: Mit "Triple Play" beziehungsweise "IP-TV" hat das klassische Fernsehen ausgedient. Der moderne Couch-Potato wird in der IP-Welt zum eigenen Programmdirektor und stellt sich zu Hause seine Wunschsendungen zusammen.

Wie das Fernsehen über IP-Netze in der Praxis funktioniert, demonstrierte Microsoft auf der CeBIT anhand seiner IPTV-Plattform (Video, ca. vier Minuten).
Wie das Fernsehen über IP-Netze in der Praxis funktioniert, demonstrierte Microsoft auf der CeBIT anhand seiner IPTV-Plattform (Video, ca. vier Minuten).

Als Plattform kann ihm hierzu beispielsweise Microsofts "TV IPTV Edition" dienen. Über eine Settop-Box, die als Frontend dient, erhält er mit Hilfe eines elektronischen Programmführers (EPG) eine Übersicht aller TV- und On-Demand-Formate. Mit dem Mini-Führer kann das Fernsehprogramm eingesehen werden, ohne die aktuelle Sendung zu unterbrechen: Eine Leiste am unteren Bildschirmrand zeigt Programminformationen sowie eine Live-Übertragung jedes laufenden Formats. Mit den integrierten DVR-Funktionen (Digital Video Recording) kann der Benutzer über eine eingebaute oder externe Festplatte Sendungen jederzeit anhalten, vorlaufen oder zurücklaufen lassen. Außerdem ist es möglich, mehrere Sendungen gleichzeitig aufzuzeichnen.

Für Programm-Zapper wartet die IP-Fernsehwelt zudem noch mit einer entscheidenden Neuerung auf: Der Kanalwechsel erfolgt auf Anhieb, ohne längere Verzögerungen, wie das heute etwa beim digitalen Satelittenfernsehen der Fall ist. Findet der Benutzer einmal dennoch nicht das passende Angebot, dann kann er sich On demand gegen eine Gebühr online einen Film ausleihen. Der lästige Gang zur nächsten Videothek entfällt damit.

Im Gegensatz zu anderen Windows-Produkten ist die TV IPTV Edition allerdings für Endkunden nicht als Einzelprodukt erhältlich. Microsoft liefert die TV-Plattform nur an Netzbetreiber aus, die daraus dann die entsprechenden Angebote für ihre Klientel bauen können. Hierzulande nutzt beispielsweise die Telekom Microsofts Plattform für T-Home. (hi)