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CeBIT: IBM sieht sich als SOA-Marktführer

13.03.2006
Mit einer Reihe von Kundenbeispielen und Analysteneinschätzungen präsentierte sich IBM als wichtigster Anbieter für Service-orientierte Architekturen (SOA).

Ohne SOA können Unternehmen im Wettbewerb kaum noch bestehen, erklärte Sebastian Krause, Deutschlandchef von IBMs Software Group. Die fehlende Standardisierung von Geschäftsprozessen, gepaart mit einer mangelnden Akzeptanz der IT, erwiesen sich als wichtigste Hemmnisse für die notwendige Flexibilität und Effizienz. Mit Hilfe von Service-orientierten Architekturen lasse sich dieses Dilemma überwinden: Sie ermöglichten es, sowohl Geschäftsprozesse als auch IT auf einer gemeinsamen Architektur zu standardisieren.

Geht es um die Komponenten für diese Architektur, sieht Krause sein Unternehmen am besten aufgestellt: "IBM ist bei SOA führend", warb er unter Berufung auf Analysteneinschätzungen der vergangenen zwei Jahre. Diese positionieren den IT-Konzern in verschiedenen Softwarekategorien jeweils im Quadranten der "Leader", beispielsweise bei Web-Services-Plattformen oder Integrationssoftware.

IBMs Software Group, die mit einem Umsatz von 15,8 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr das weltweit drittgrößte Softwarehaus bildet, stellt SOA in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts in Hannover. Kernbestandteil des breiten Middleware-Portfolios ist die "Websphere"-Familie, die der Hersteller durch eine Reihe neuer Produkte ergänzt hat. Dazu gehören unter anderem der "Websphere Process Server", der "Websphere Business Modeler", ein Message Broker und der "Websphere Business Monitor." Eine ausführliche Darstellung der SOA-Stacks von IBM, Oracle, Microsoft und SAP finden Sie hier.

Dass das Thema SOA auch bei den Kunden angekommen ist, versuchte IBM mit aktuellen Referenzen zu belegen. So habe sich die S. Oliver Group, Europas größtes Modeunternehmen, entschieden, eine SOA auf Basis von IBM-Technik einzführen. Das Unternehmen erhoffe sich davon mehr Flexibilität und eine effizientere IT-Unterstützung bei der Produktion seiner Kollektionen. Als Integrationsplattform für die Geschäftsprozesse diene der Websphere Business Process Server in der Version 6.0. Zu den Websphere-Kunden mit SOA-Projekten zählten ferner der Energiekonzern EON Hanse, der Heiztechnikanbieter Viessmann und die Einzelhandelskette Edeka Südwest. (wh)