Macht 60 Bilder pro Sekunde

Casio Exilim Pro EX-F1 im Kurztest

Verena Ottmann ist seit 16 Jahren bei PC-WELT für Hardware-Themen zuständig. Mit Ratgebern, Tests und Tipps informiert sie im Heft und auf den Online-Plattformen über Wissenswertes rund um Digitalkameras und externe Festplatten. Außerdem kümmert sich Verena Ottmann als Heftkoordinatorin um die Planung und Realisierung der AndroidWelt. Privat interessiert sie sich für alles, was man auf dem Fernseher oder der Stereoanlage ausgeben kann.
"60 fps" - das Hauptmerkmal der Casio Exilim Pro EX-F1 ist nicht zu übersehen, es steht prominent auf dem Gehäuse. Wir hatten das neue Casio-Flaggschiff als Beta-Version in der Redaktion zu einem ersten Praxistest - den ausführlichen Test liefern wir Ihnen nach, sobald die Serienversion der Kamera erhältlich ist.

Sie liegt gut in der Hand, die Casio Exilim Pro EX-F1. Dank des Kameragriffs und des drehbaren Objektivrings, über den sich Zoom, Fokus oder die Serienbild-Geschwindigkeit einstellen lässt, macht die Kamera einen hochwertigen Eindruck, der uns an Bridge-Kameras vom Schlag der Kodak P880 erinnert - ein Kompromiss zwischen Kompakt- und DSLR-Kamera, auch wenn Casio die Exilim Pro EX-F1 nicht in der Profiliga sieht.

Technisch muss sich das Casio-Modell jedoch nicht verstecken. Es basiert auf einem CMOS-Sensor von Sony mit 6 Megapixeln, der allein aufgrund seiner Größe von 1/1,8 Zoll ein ordentliches Rauschverhalten haben sollte. Testbilder bei ISO 800 sahen in der Vergrößerung zwar an sehr dunklen Stellen etwas verrauscht aus. Hier kann jedoch die endgültige Version der Firmware noch einiges herausholen.

Foto: Casio

Das Objektiv, dessen Hersteller uns Casio nicht verraten wollte (es sei aber einer der großen), bringt eine Brennweite von 36 bis 432 Millimeter - also ein optisches 12fach-Zoom. Da die Kamera auch über ein Objektivgewinde verfügt, können Anwender zusätzliche Konverter und Filter einsetzen. Als Verwacklungsschutz hat Casio einen mechanischen Bildstabilisator via CCD-Shift implementiert.

Die Größe des internen Speichers ist noch nicht bekannt, und auch bei anderen Ausstattungsmerkmalen gibt es noch Unklarheiten, etwa, was den Anschluss der Fernbedienung angeht. Dafür arbeitete die Gesichtserkennung samt Smile Shot tadellos. Sie lässt sich in drei Stufen einstellen, je nachdem, ob die Kamera bereits bei leichtem Grinsen oder erst bei vollem Lachen auslösen soll. Der Videomodus, der sich über einen eigenen Knopf aktivieren lässt, funktionierte dagegen noch nicht richtig. Das fertige Kameramodell soll Clips in Full-HD-Auflösung aufzeichnen, also mit 1920 x 1080 Pixeln im MOV- oder H.264/AVC-Format. Da kommt auch die integrierte HDMI-Schnittstelle gelegen, die den üblichen USB-Anschluss ergänzt.

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