Gelder angewiesen

Bundesagentur verspricht trotz Computer-Panne pünktliche Zahlungen

21.04.2015
Fast einen Tag ging bei der Bundesagentur für Arbeit nichts mehr. Ursache dafür war zum Wochenbeginn eine Computer-Panne. Arbeitslosengeld-Auszahlungen hätten sich dadurch aber nicht verzögert, versicherte die Behörde.

Empfänger von Arbeitslosengeld können trotz der jüngsten Computer-Panne mit pünktlichen Zahlungen der Bundesagentur für Arbeit rechnen. Es sei gelungen, die fälligen Gelder noch am Montag bei der Deutschen Bundesbank anzuweisen, sagte eine Sprecherin. "Das Geld sollte also an diesem Dienstag auf dem Konto der Empfänger sein."

Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg
Zentrale der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg
Foto: BA

Verzögerungen könne es allenfalls bei Postscheck-Empfängern geben. Das dürfte nach Einschätzung der Arbeitsagentur aber am Streik bei der Postbank liegen. Die Postbank bestritt dies am Dienstag. Bei der Auszahlung von Zahlungsanweisungen gebe es keine Verzögerungen, betonte ein Banksprecher. Von Gewerkschaftsmitgliedern werde derzeit nur ein kleiner Teil der 1100 Postbankstellen bestreikt.

Weiter sagte die BA-Sprecherin, betroffen seien ohnehin nur diejenigen, denen das Arbeitslosengeld zur Monatsmitte überwiesen werde. "In der Regel erhalten Hartz-IV-Empfänger das Geld aber am Ende des Monats, Arbeitslosengeld-I-Empfänger zum Monatsbeginn", sagte die Sprecherin.

Am Montag hatten technische Probleme das IT-Netz der BA lahmgelegt. In allen Arbeitsagenturen und Jobcentern war kein Zugriff auf Software und Datenbanken möglich. So konnten die Berater keine Stellenangebote abrufen und daher auch keine Vermittlungsvorschläge machen. Die Programme zur internen Dokumentation oder dem Abrufen von Emails waren ebenfalls nicht nutzbar. Am Dienstag lief die Software wieder normal. Eine schlüssige Erklärung für den Ausfall blieb die Behörde bislang schuldig. (dpa/tc)