Unisys Security Index

Bürger wollen härtere Datenschutzgesetze

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Nach einer Studie von Unisys will die Mehrheit der Bundesbürger strengere Sicherheitsregelungen. Dabei wollen sie deutsche Gesetze, keine EU-Vorgaben.
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Die Mehrheit der Befragten bei der Erhebung des neuen Unisys Security Index in diesem Frühjahr fordert gesetzliche Bestimmungen für den Einsatz der besten Technologien zum Schutz persönlicher Daten. Die Studie zeigte laut Unisys, dass Datenschutz für die Deutschen nach wie vor ein besonders wichtiges Thema ist.

81 Prozent der Befragten fordern laut der Umfrage, dass Unternehmen und Organisationen per Gesetz verpflichtet werden, bestmögliche Sicherheitstechnologien für den Schutz von personenbezogenen Daten vorzuhalten. 69 Prozent der Befragten sind zudem der Meinung, dass Unternehmen und Organisationen gesetzlich verpflichtet sein sollten, ihre Maßnahmen zur Datensicherheit durch ein unabhängiges Prüfunternehmen zertifizieren zu lassen.

Wenig Vertrauen in EU-Regelungen

Hier wird nach den jüngsten Datenskandalen und Hackerlecks der Wunsch der Verbraucher nach mehr Transparenz in Punkto Datensicherheit in Unternehmen und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung sichtbar. Beim Datenschutz setzen die Deutschen mehr Vertrauen in die eigene Gesetzgebung denn in EU-weite Regelungen.

Der Unisys Security Index wird zweimal jährlich durchgeführt und befragt Konsumenten mehrerer Länder, darunter und 1000 deutsche Teilnehmer, über ihre Ansichten zu einer Reihe von Sicherheitsfragen. Die Ergebnisse der im Februar 2012 zum neunten Mal durchgeführten Studie zeigen auch, dass die meisten Befragten nach wie vor ein deutsches Datenschutzgesetz beibehalten wollen.