BPO - eine Frage der Strategie

22.06.2004
Von Gerhard Holzwart
Der Markt für Business Process Outsourcing (BPO) boomt. Auch hierzulande findet die Auslagerung kompletter IT-gestützter Geschäftsprozesse nach der jahrelangen Zurückhaltung der Unternehmen immer größere Nachfrage; die Branche der IT-Dienstleister orientiert sich entsprechend um. Wie beim Infrastruktur-Outsourcing oder Hosting einzelner Applikationen gilt aber: Die Kostenaspekt alleine greift bei einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu kurz. Die Anwender müssen ihre gesamten Abläufe auf den Prüfstand stellen.

Business Process Outsourcing ist skalierbar

"Wertewandel": Die Argumente, die künftig für das Business Process Outsourcing sprechen, werden eher vom Mehrwert und weniger von den Kosten getrieben sein. Quelle: Gartner

Die Zahlen, die momentan unter Experten kursieren, sind widersprüchlich. Nach Prognosen der französischen Marktforschungs- und Beratungsgesellschaft Pierre Audoin Consultants (PAC) wird sich der deutsche BPO-Markt bis 2008 auf ein Volumen von 3,6 Milliarden Euro etwa verdoppeln; Gartner geht davon aus, dass die Anbieter einschlägiger Services schon in diesem Jahr auf ein Umsatzvolumen in dieser Größenordnung kommen dürften. Fest steht in jedem Fall, dass die Auslagerung kompletter IT-gestützter Geschäftsprozesse im Rahmen einer umfassenden Sourcing-Strategie immer wichtiger wird. Das gilt auch für deutsche Unternehmen, die im Vergleich zu Firmen aus dem angloamerikanischen Raum dem Thema lange Zeit reserviert gegenüberstanden. Doch im Zeichen globaler Märkte und des zunehmenden Kostendrucks wird immer häufiger ein geeigneter Mix aus größeren BPO-Projekten sowie kleineren Nearshore- und Offshore-Maßnahmen als entscheidender

Wettbewerbsfaktor angesehen.

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