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Borland spricht vom Highlander

10.11.2005
Hersteller nennt Details der kommenden Versionen seiner Windows-Tools.

Borland hat auf seiner Entwicklerkonferenz Borcon in San Franzisko die Vereinigung seiner Windows-Programmierwerkzeuge zu einer Entwicklungsumgebung angekündigt. Diese soll noch vor Jahresende als "Borland Developer Studio 2006" auf den Markt kommen und neben Delphi und C# erstmals auch C++ unterstützen. Zudem verheißt sie eine bessere Unterstützung bei der Arbeit mit der Unified Modeling Language (UML) und ein Upgrade des Frameworks "Enterprise Core Objects" (ECO) (siehe auch "Borland führt Windows-Tools zusammen").

Zugleich gab Borland einen Ausblick auf die kommenden Versionen. So werde derzeit unter dem Codenamen "Delphi Highlander" an dem nächsten Release gearbeitet. Es soll 2006 ausgeliefert werden. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Anpassung der Delphi-Werkzeuge an Version 2.0 von .NET. So ist unter anderem Support für generische Typen, "Parcial classes" und "Nullable Types" geplant. Angepasst werden sollen auch die bisher in Delphi genutzten "Winforms", Web-Services sowie die ADO.NET-Unterstützung.

Laut Borland ist mit Highlander eine Konvertierung vorhandener Delphi- und ASP.NET-Projekte problemlos möglich sein. Allerdings bezeichnete Borland den Umstieg von .NET 1.x auf Version 2.0 insgesamt als "nicht trivial". Weitere Komplikationen zeichnen sich zudem mit dem für 2007 anvisierten Nachfolger "Delphi Longhorn" ab. Das von Micorosoft mit dem Longhorn-Server geplanten Grafik-Subsystem "Avalon" (jetzt Windows Presentation Foundation) sowie das "Indigo"-Framework hätten drastische Folgen für Windows-Entwickler, wie sie sie schon beim Umstieg von "Visual Basic" auf "Visual Basic .NET" erlebt hätten. Um Migrationsprobleme abzufedern, will Borland in Delphi Longhorn unter anderem seine Visual Component Library (VCL) für Avalon verfügbar machen sowie Indigo im Communications Framework von Delphi integrieren. (as)