Unpopuläre Entscheidungen bei Actega

Big Bang in fünf Monaten

28.04.2010
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Anzeige  Eine zu langsame und fehleranfällige IT-Umgebung veranlasste das Spezial-Chemieunternehmen ACTEGA DS GmbH zu einer Umstellung in allen Anwendungsbereichen. Das neue System ging nach fünf Monaten Projektlaufzeit in Betrieb.
"Um konsequent im SAP Standard zu bleiben, mussten wir mutige und unpopuläre Entscheidungen durchsetzen", sagt Alexandra Czech, Leiterin Finanzen und Verwaltung beim Mittelständler Actega DS
"Um konsequent im SAP Standard zu bleiben, mussten wir mutige und unpopuläre Entscheidungen durchsetzen", sagt Alexandra Czech, Leiterin Finanzen und Verwaltung beim Mittelständler Actega DS

Ein ERP-System alleine ist längst noch nicht Garant für effiziente Geschäftsprozesse. Ist die bestehende ERP-Umgebung nicht ausreichend integriert, beeinträchtigt dies sowohl die Zuverlässigkeit des Systems als auch die Qualität der Daten. Diese Erfahrung machte auch die in Bremen ansässige ACTEGA DS GmbH. Der Hersteller von Dichtungsmassen für Verschlüsse verfügte zwar über ein ERP-System. Dessen mangelnde Integration bereitete dem Zulieferer für die Verpackungsindustrie jedoch enorme Schwierigkeiten: "Die vielen spezifischen Funktionen machten unsere IT-Umgebung komplex und in der Folge fehleranfällig", erläutert Alexandra Czech, Leitung Finanzen und Verwaltung bei ACTEGA DS. "Wir kamen zu der Erkenntnis, dass es der bessere Ansatz ist, nicht die Software unserer Arbeitsweise anzupassen, sondern eine standardisierte ERP-Lösung zu implementieren und unsere Geschäftsprozesse an den in der Software umgesetzten Best Practices auszurichten."

Finanzchefin Alexandra Czech: "Geschäftsprozesse an Standard ausgerichtet"

Das Unternehmen entschied sich für die Implementierung einer vollständig zentralisierten und integrierten SAP ERP-Lösung, die sämtliche ERP-Prozesse abdecken sollte: Vertrieb und Logistik, Produktionsplanung, Materialwirtschaft, Lagerverwaltung, Qualitätsmanagement und Instandhaltung, Finanzbuchhaltung, übergeordnete Kostenkontrolle, Produktkostenrechnung und Profitabilitätsanalyse. Daneben musste die Lösung mit zwei weiteren wichtigen SAP-Systemen abgestimmt werden einer Anwendung für Umwelt- und Arbeitsschutz sowie dem System der Personalabteilung. Ebenfalls sind mobile Scanner für Anwendungen auf Handgeräten integriert, um interne Prozesse in Zusammenhang mit Warenbewegungen zu verbessern, zum Beispiel bei der Warenannahme und der Überwachung der Verarbeitungsreihenfolge.

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