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Beta von Windows Server R2 leicht verspätet

27.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eigentlich wollte Microsoft zur WinHEC in Seattle die zweite Beta-Version von "Windows Server 2003 R2" verteilen. Diese wird allerdings aufgrund logistischer Probleme erst in rund zwei Wochen zu haben sein. R2 ist ein Update für Windows Server, das im vierten Quartal dieses Jahres erscheinen und Anwendern die Wartezeit bis zum Erscheinen von Longhorn Server versüßen soll, der erst 2007 herauskommen soll.

R2 baut auf dem Service Pack 1 (SP1) für Windows Server 2003 auf, das Ende März erschienen war. Es enthält einige Features Packs, die nach dem Erscheinen des ursprünglichen Windows Server 2003 veröffentlicht wurden, aber auch neue Storage-Management-Fähigkeiten sowie Tools für die Verwaltung von Filial-Servern und die Active Directory Federation Services (ADFS). "Das ist nicht bloß eine Ansammlung von Feature Packs", verspricht Samm DiStasio, Director of Product Management. R2 enthalte Funktionen, die für Windows Server 2003 nicht rechtzeitig fertig waren, die Kunden aber vor Longhorn Server erhalten sollten.

Darunter befinden sich eine vereinfachte SAN-Konfiguration (Storage Area Network), ein Quota-Verwaltungswerkzeug für File-Server und Reporting Tools. Entfernte Server lassen sich künftig leichter administrieren, und ADFS erlaubt die Einrichtung von Vertrauensbeziehungen zwischen Active-Directory-Nutzern und die Authentifizierung über Firmengrenzen hinweg.

R2-Versionen wird es von verschiedenen Windows-Server-Varianten geben, laut DiStasio aber nicht für die Itanium-Ausführung: "Typische Workloads für diese Version sind Server mit acht oder mehr Wegen und großen Datenbanken. Die Techniken von R2 passen dazu nicht", erläutert der Microsoft-Mann. Stattdessen gibt es R2-Pakete von Windows Server 2003 Standard Edition, Enteprise Edition, Datacenter Edition sowie vom Small Business Server 2003. Die Web Edition bleibt ebenfalls außen vor, weil R2 dieser keine neuen Funktionen brächte. (tc)