COMPUTERWOCHE-Event Best in Cloud

Best-Practices aus der deutschen Cloud: RUD-ID-NET, die erste SaaS-Prüfmanagementsoftware

Unser Content- und Projektmanager im Event-Bereich, Florian Kurzmaier, ist ein klassischer Quereinsteiger: Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften in München landete er zunächst bei der CW-Schwesterpublikation Gamepro, dann als Volontär bei der Macwelt. Inzwischen betreut er die inhaltliche Seite unserer Veranstaltungen und sorgt dafür, dass die zugehörigen Websites laufen. Privat bloggt er auf Adams Apfel, sportlich gehört sein Herz nur dem FC Bayern.

Seit 2011 vergibt die COMPUTERWOCHE alljährlich ihren begehrten Best-in-Cloud-Award. Von den 124 Projekt-Einreichungen, die unsere Jury über die Jahre bewerten durfte, konnten 27 am Ende der Veranstaltungen einen Preis mit nach Hause nehmen. Die bevorstehende fünfte Ausgabe von Best in Cloud haben wir zum Anlass genommen, mal bei den Siegern von damals nachzuhören!

So auch die RUD Ketten IT aus dem Jahr 2013, die für die RUD Ketten Montierbare Anschlagmittel Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG und dem Projekt "RUD-ID-NET - die erste SaaS-Prüfmanagementsoftware" angetreten ist. Bevor 2015 die fünfte Ausgabe von Best in Cloud an den Start geht, haben wir uns nochmal beim Mittelständler umgehört - und Antworten von Zoltan Demeter bekommen.

COMPUTERWOCHE: Verraten Sie uns: Wo steht der Award von damals?

Zoltan Demeter: Wir haben im Vorraum des Vorstands eine sogenannten "Hall of Fame", wo wir diesem Award einen exklusiven Platz gesichert haben.

CW: Wie ging es mit Ihrem Siegerprojekt im Anschluss an den Wettbewerb weiter?

Demeter: Wir haben aufgrund des Awards viel Aufmerksamkeit bekommen. Sowohl seitens der Presse, als auch von unseren Kunden haben wir zahlreiche Glückwünsche erhalten. Der Award hat uns viel mehr positive Aufmerksamkeit geschenkt, als wir jemals gedacht hätten.

CW: Was konnten Sie - vom Award abgesehen - seinerzeit bei Best in Cloud mitnehmen?

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Demeter: Best in Cloud war und ist für uns immer noch eine sehr spannende Veranstaltung. Nirgends haben wir geballt auf einen Event so viele hochkarätige und kreative Projekte gesehen. Durch die knappe und dadurch auf das wesentliche reduzierte Vortragsart bekommt man eine große Menge an qualitativ hochwertige Informationen. Dies ist zwar für die Vortragenden eine Herausforderung, für die Zuhörer aber eine sehr effektive Methode Projekte und neue Ideen kennenzulernen.

CW: In welchem Status befindet sich das Projekt von damals heute und wurden im Laufe der Zeit neue Funktionen und Komponenten hinzugefügt?

Demeter: RUD-ID-Net hat sich seit dem wesentlich weiterentwickelt. Seit Best in Cloud das Interesse vieler Kunden zusätzlich erhöht hat, war die positive Einstellung unserer Kunden und deren Kooperationsbereitschaft eine willkommene Möglichkeit das System mit dem Kunden und seinen Anforderungen weiterzuentwickeln.

CW: Werner Vogels, CTO von Amazon.com sagt, dass Cloud-Computing mittlerweile "the new normal" sei. Teilen Sie - auch aus den Gesprächen mit Ihren Kunden heraus - diese Einschätzung? Warum?

Demeter: Cloud-Computing bieten optimale Möglichkeiten zur Vernetzung. Es bietet auch zusätzlich eine große Mobilität und dabei die Option eine Vielzahl an Informationen nicht nur zu konsumieren, sondern sie auch gleichzeitig zu verarbeiten. Im Zeitalter der Digitalisierung sind das unverzichtbare Vorteile, daher kann ich Herrn Vogels nur zustimmen.

CW: Ihr Projekt hat ja eine sehr schöne Story: Als interne Lösung konzipiert und entwickelt war RUD-ID-NET die erste Lösung Ihrer Art. Gab es seit Ihrer Einreichung bei Best in Cloud 2013 Nachahmer?

Demeter: Es gab ein zwei Versuche von Herstellern die teilweise den Bedarf auch parallel zu unserer Entwicklung erkannt haben. Das Prinzip des ganzheitlichen reinen Kundenorientierten Lösung hat allerdings bisher außer uns noch niemand in diesem Ausmaß umgesetzt. Unsere Nähe zum Produkt und zur Praxis hat uns dabei sehr geholfen viele Ansätze zu integrieren, die reine Softwarehersteller bisher nicht beachtet haben.

CW: Haben Sie aus der Erfahrung dieser erfolgreich umgesetzten Eigenentwicklung noch weitere Projekte angepackt?

Demeter: Auf jeden Fall! Aber über diese darf ich leider noch nicht sprechen! Aber vielleicht sehen wir uns damit nächstes Jahr!

CW: Das Teilnehmerfeld in diesem Jahr zeigt überdeutlich, dass die Public-Cloud mehr und mehr in Deutschland ankommt. Woran liegt es aus Ihrer Sicht, dass aber noch immer gerne zu hybriden Cloud-Lösungen gegriffen wird?

Demeter: Die permanente Bedrohung nicht nur durch Hacker sondern auch durch verschiedene staatliche Institutionen lässt viele Betriebe mehr Vorsicht walten. Wir haben in Süd-Deutschland über 400 Hidden Champions, die allein durch ihr Knowhow in den verschiedensten Branchen Weltmarktführer sind. Da ist eine gesunde Vorsicht im Umgang mit den eigenen Daten verständlich. Ich nehme an, dass daher viele Firmen ihre empfindlichen Daten immer noch abgegrenzt sehen möchten.

CW: Wenn Sie einen Wunsch frei hätten: Was würden Sie sich wünschen?

Demeter: Ich bin mir nicht sicher ob man sich als Cloudanbieter schönes Wetter wünschen darf, allerdings im Hinblick auf die Bekämpfung der Internet Kriminalität darf man das glaube ich schon. Ohne diese wären wir mit der Akzeptanz und damit auch der Entwicklung schon wesentlich weiter.

CW: Danke für das Gespräch!