Studenten erwerben Mainframe-Wissen

Best-Ager unterrichten Newcomer

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
45 Studenten erhielten das Zertifikat eines Mainframe-Spezialisten dank der guten Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis.

Im Wintersemester boten die Technische Universität Darmstadt und die Hochschulen in Darmstadt und Aschaffenburg ihren Studenten eine außergewöhnliche Vorlesungsreihe zum Thema Mainframe-Technologie an. Vertreter der Unternehmen Software AG und IBM versorgten die Studenten im Wechsel mit Fakten, Hintergrundwissen sowie Tipps und Tricks aus der Praxis zu einem Thema, das schon als tot gesagt galt.

Zu den Inhalten der Vorlesungsreihe gehörten sowohl harte Fakten zu Mainframe-Technologien als auch weiche Themen zur Anwendungsprogrammierung. Für Hardware- und Software-lastige Inhalte standen die Experten von IBM bereit und gaben bereitwillig ihr Wissen zu Aufbau und Funktion von Großrechnern sowie zu zOS, Cobol, vVM, DB/2 zLinux und Websphere preis. Die Fachleute der Software AG zeigten ihr Können in Sachen Softwareentwicklung mit Adabas und Natural und lieferten Beispiele aus der Praxis zur Programmierung, Modernisierung und Integration von Softwareanwendungen auf Mainframes.

Der Großrechner-Nachwuchs ist startbereit: 45 Junginformatiker haben das Zertifikat eines Mainframe-Experten erworben.
Der Großrechner-Nachwuchs ist startbereit: 45 Junginformatiker haben das Zertifikat eines Mainframe-Experten erworben.

Absolute Highlights der Vorlesungsreihe waren zwei Exkursionen, eine in das IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum nach Böblingen, die andere zum Hauptsitz der Software AG nach Darmstadt-Eberstadt. In Böblingen beeindruckte vor allem der dort ausgestellte "gläserne Mainframe", an dem sich das komplizierte Innenleben eines Großrechners sehr anschaulich darstellen ließ. Die Software AG dagegen konnte mit der Live-Demonstration einer Online-Recherche aus einem aktuellen Projekt zeigen, dass die Mainframe-Datenbank Adabas mit 320.000 Zugriffen pro Sekunde auch heute noch die schnellste Datenbank der Welt ist.

"Die Vorlesungen füllen eine echte Lücke im Veranstaltungskanon der Hochschulen", urteilte Oliver Bach, Mitglied der Fachschaft Informatik und Teilnehmer der Veranstaltung. "Mainframes sterben nicht aus, und die Kombination aus Theorie und Praxis, aus Forschungsmöglichkeiten und Projektarbeit, ist für uns Studenten einmalig."

Von den ursprünglich über 80 Teilnehmern nahmen 45 an der abschließenden Klausur erfolgreich teil und konnten jetzt ihr Abschlusszertifikat in Empfang nehmen. Eine Nachfolgeveranstaltung ist im nächsten Semester in Stuttgart vorgesehen. In Darmstadt ist eine mögliche Wiederholung erst in zwei Jahren wieder geplant.

Für Jürgen Powik, bei der Software AG verantwortlich für das Universitätsprogramm, war die Vorlesungsreihe ganz erfolgreich: "Die Kooperation zwischen Software AG, IBM und den Hochschulen kann in jeder Hinsicht als gelungen betrachtet werden. Es ist wichtig und dringend, dass Wirtschaft und Wissenschaft für den am Markt erforderlichen Nachwuchs sorgen."