Telekommunikation

Ausgaben für Unified Communications steigen

24.06.2010
Von Andreas Zeitler
Wegen der schlechten Wirtschaftslage muss mehr als die Hälfte der IT-Entscheider ihre Ausgaben für Telekommunikation im Laufe des Jahres zurückfahren. Gefragt sind weiterhin UC- und VoIP-Lösungen.

Bis jetzt haben schon zwei Drittel der Unternehmen einen Einstellungsstopp für neue IT-Mitarbeiter verhängt und den Einsatz freier Mitarbeiter oder Berater zurückgefahren. Kosten zu senken wird von den Befragten als wichtigste Aufgabe in der IT gesehen, noch vor Virtualisierung und Zentralisierung.

Managed Services für Telekommunikations-Dienste setzen derzeit 47 Prozent der Befragten ein. Sie wollen sich damit vor allem aufs Kerngeschäft konzentrieren und die Verwaltung ihrer TK-Anlagen vereinfachen, und zudem Geld sparen. Unter denen, die keine Managed Services nutzen, gibt es unterschiedliche Meinungen: Elf Prozent überlegen, einige planen den Einsatz in nächster Zeit, doch 29 Prozent haben keinerlei Interesse daran. Attraktiv sind Managed Services offenbar vor allem für Web-Konferenzen oder andere Lösungen, die die Zusammenarbeit erleichtern.

Diese Ergebnisse stammen aus der Studie "The State Of Enterprise Networks And Telecommunications: 2009" von Forrester Research. Mehr als 2300 IT-Verantwortliche haben die Marktforscher befragt. Zwei Drittel von ihnen arbeiten für Firmen in Nordamerika, die übrigen kommen zu fast gleichen Teilen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien.

Was bei sinkenden Telekommunikations-Ausgaben voraussichtlich stabil bleibt, ist nach Einschätzung der CIOs das Budget für Call-Center. Bei jedem dritten Unternehmen kommuniziert das Call-Center mittlerweile übers Internet. Wenig Interesse hat die Mehrzahl der Befragten an SaaS-Lösungen fürs Call-Center.