Vorfreude aufs neue iPad

Apple-Aktie springt über 600 Dollar

15.03.2012
Am morgigen Freitag kommt das neue, mittlerweile dritte iPad in die Läden. Die Nachfrage scheint stark.

Für Apple dürfte das weitere dicke Gewinne bedeuten. Die Börsianer sind begeistert und schicken die Aktie auf ein Allzeithoch.

Ach ja - hätte man halt doch damals 1997 billig kaufen sollen...
Ach ja - hätte man halt doch damals 1997 billig kaufen sollen...

Die Vorfreude auf das neue iPad hat nicht nur die Apple-Fans erfasst. Auch die Börsianer begeistern sich für die mittlerweile dritte Generation des erfolgreichen Tablet-Computers, die an diesem Freitag in die Läden kommt. Am Donnerstag übersprang die Apple-Aktie im frühen New Yorker Handel kurzzeitig die magische Marke von 600 Dollar.

Es ist der bisherige Höhepunkt eines jahrelangen Durchmarschs. Im April 2010, als Apple die erste Generation seines iPad herausbrachte, kostete das Papier noch um die 240 Dollar. Apple hat zwischenzeitlich den Ölmulti Exxon als teuerstes börsennotiertes Unternehmen abgelöst. Zuletzt war Apple gut 553 Milliarden Dollar (420 Milliarden Euro) schwer und damit mehr wert als Microsoft und Google zusammen.

Der Höhenflug dürfte angesichts des neuen iPads weitergehen. Das Gerät besitzt vor allem ein höher auflösendes Display und einen schnelleren Prozessor. Die Preise bleiben im Vergleich zum Vorgänger stabil und starten in Deutschland bei 479 Euro für die Variante mit 16 Gigabyte Speicher und reiner WLAN-Verbindung. Mehr Speicher und Mobilfunk kosten extra. Das iPad 2 bleibt weiterhin im Angebot und startet preislich bei 399 Euro.

Nach der Vorstellung des neuen iPads vor einer Woche hatte ein Ansturm auf die Geräte eingesetzt. Im deutschen Online-Shop von Apple beträgt die Wartezeit zwei bis drei Wochen. Alternativ können sich Fans am Freitagmorgen in die Schlange vor einem der Apple-Läden einreihen. Der Verkauf beginnt ab 8 Uhr, wobei die ersten iPads wegen der Zeitverschiebung in Australien neue Besitzer finden.

Der Verkauf startet parallel in insgesamt zehn Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Schweiz und natürlich den USA. Ab dem 23. März kommen unter anderem Österreich und zahlreiche weitere europäische Staaten hinzu.

Die millionenfachen Verkäufe von iPad und iPhone-Handy hatten Apple alleine im Weihnachtsquartal unterm Strich 13,1 Milliarden Dollar verdienen lassen. Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Das vom verstorbenen Steve Jobs groß gemachte Unternehmen ist deshalb der Liebling der Anleger.

Das "Wall Street Journal" rechnete aus, dass es lediglich 23 Tage gedauert habe, bis die Aktie von 500 auf 600 Dollar hochgeschnellt sei. Von 400 auf 500 Dollar seien es 34 Tage gewesen. Dass Apple auch die 700 Dollar im Sturm nehmen wird, davon sind viele Analysten überzeugt und hatten jüngst ihre Schätzungen hochgeschraubt.

Allerdings konnte Apple am Donnerstag mit 600,01 Dollar nur denkbar knapp über die Schwelle springen. Später am Morgen (Ortszeit) lag das Papier ein halbes Prozent im Plus bei 592 Dollar. (dpa/tc)