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AMD übertrifft kühnste Gewinnprognosen

15.04.2004

Angetrieben von einem kräftigen Umsatzzuwachs in den beiden profitablen Geschäftsfeldern Microprozessoren und Flash Memory hat der US-Halbleiterhersteller Advanced Micro Devices (AMD) im ersten Quartal 2004 seinen zweiten Gewinn in Folge erzielt. Ähnlich wie sein Erzrivale Intel (Computerwoche.de berichtete) gab aber auch AMD nur einen verhaltenen Ausblick für das laufende Quartal.

Das Unternehmen aus Sunnyvale, Kalifornien, meldete für das Anfangsquartal 2004 einen Nettoprofit von 45 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Aktie und düpierte damit die Analysten, die im Schnitt lediglich ein Plus von drei Cent pro Aktie erwartet hatten. Im Vorjahreszeitraum hatte der Halbleiterhersteller noch einen Fehlbetrag von 146 Millionen Dollar oder 42 Cent je Anteil kassiert. Die Einnahmen kletterten im Jahresvergleich um 73 Prozent von 715 Millionen auf 1,24 Milliarden Dollar – der Analystenkonsens lag hier bei 1,17 Milliarden Dollar. Grund für den deutlichen Umsatzanstieg ist großenteils das Joint-Venture mit Fujitsu im Bereich Flash-Memory (Computerwoche.de berichtete), dessen Umsätze bei AMD bilanziert werden. Die Sparte konnte ihre Erlöse mit 628 Millionen Dollar nahezu verdreifachen, gleichzeitig erzielte sie mit 14 Millionen Dollar erstmals seit der

Zusammenlegung einen Betriebsgewinn.

Die AMD-Division Computation Products, zu der auch die Mikroprozessoren gehören, erhöhte ihre Einnahmen gegenüber dem Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 571 Millionen Dollar. Stolz teilten die Kalifornier mit, dass der Durchschnittspreis für ihre Prozessoren nun bereits das vierte Quartal in Folge ansteige, nachdem mehr der CPUs in die vergleichsweise teueren Firmen-PCs verbaut wurden. Gleichzeitig vermeldete das Unternehmen eine unverändert gute Nachfrage nach den 64-Bit-Chips "Athlon64" (Desktop) und "Opteron" (Server).

Im laufenden zweiten Quartal rechnet AMD mit einem geringfügigen Umsatzwachstum in seiner Speicherchip-Sparte, die Erlöse des Bereichs Mikroprozessoren sollen dagegen saisonal bedingt leicht sinken. Insgesamt erwartet der Halbleiterhersteller damit ähnlich hohe Einnahmen wie im aktuellen Berichtszeitraum.

AMD gab die Resultate am Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt. Im nachbörslichen Handel legte der Kurs, der im Tagesverlauf noch zwei Prozent eingebüßt hatte, von 17,12 auf 17,50 Dollar zu. (mb)