Schöner Platz sparen

All-in-One-PCs - das Display ist der Computer

11.11.2008
Apple ist Vorreiter der All-in-One-PCs - Rechner, deren Hardware komplett im Bildschirm verbaut ist. Doch es gibt auch Windows-Alternativen, etwa von HP, Sony und Asus.

Eigentlich gibt es All-in-One-PCs schon lange. Vorbild für die Rechner, bei denen die gesamte Hardware im Gehäuse des Bildschirms steckt, sind die schon in den 70er Jahren in vielen Büros eingesetzten Terminals. Im privaten Nutzerkreis hat Apple auf diesem Gebiet seit Jahren die Vorherrschaft inne - mit dem iMac. Und der flache Rechner gibt auch die Linie für etliche neue All-in-One-Geräte aus der Windows-Welt vor.

Apple bietet den iMac mit Display-Größen von 20 und 24 Zoll an. Das sind rund 50 beziehungsweise rund 61 Zentimeter. Als Prozessoren kommen moderne Doppelkernchips von Intel zum Einsatz - mit 2,4 Gigahertz (GHz) Taktfrequenz beim günstigsten Modell für 999 Euro und mit 3 GHz beim Topmodell für 1.919 Euro. Unterschiede gibt es auch beim Grafikchip sowie der Größe der Festplatte und des Arbeitsspeichers - wobei Letzterer sich einfach nachrüsten lässt. Wer Geld sparen will, kauft sich Speicher und setzt ihn eigenhändig ein.

Apple hat das Terminal zum Vorzeigeobjekt gemacht.
Apple hat das Terminal zum Vorzeigeobjekt gemacht.

Dann hört es mit dem Nachrüsten interner Hardware bei den All-in-One-Geräten aber auch oft schon auf. Die Komponenten sind meist so aufeinander abgestimmt, dass ein Austausch einzelner Teile nicht sinnvoll und zudem teuer ist. "Wer seinen Rechner regelmäßig aufrüsten will, kauft besser kein All-In-One-Gerät", sagt Christof Windeck von der in Hannover erscheinenden Zeitschrift "c't". Auch Sonys 999 Euro teurer JS1 ist als fertige Komplettlösung konzipiert. "Insofern ist es nicht unbedingt sinnvoll, einzelne Komponenten auszutauschen", heißt es beim Hersteller. Bei der Festplatte handelt es sich um ein standardmäßiges SATA-Modell, an Arbeitsspeicher (RAM) gibt es 2 Gigabyte (GB) auf zwei Steckplätzen. Sie lassen sich recht einfach durch zwei 2-GB-Riegel austauschen: Das Board unterstützt insgesamt bis zu 4 GB.

Mit den Rechnern seiner TouchSmart-Serie richtet sich HP - etwas hochgestochen - an "Design-orientierte Privatkunden", die "an neuen Interpretationen des Personal Computing interessiert sind". Mit dem
TouchSmart hat der Hersteller ein neues Konzept umgesetzt: einen All-in-One-PC mit Touch-Oberfläche. Neuestes Modell der Reihe ist der IQ800 mit einer Bilddiagonalen von 25,5 Zoll. Zur Ausstattung gehören ein Blu-ray-Laufwerk, WLAN und ein TV-Empfänger. Herzstück ist ein Core-2-Duo-Prozessor, der von einer GeForce-9600M-GS-Grafikkarte von Nvidia unterstützt wird. Der Rechner kostet 1.899 Euro.