Social-Media-Umfrage

Alkohol und Drogen auf Facebook sind Jobkiller

Johannes Königes ist freier Autor in München.
Social-Media-Profile von potenziellen Bewerbern rücken bei den Personalern und der Kandidatensuche immer mehr in den Fokus. Dies ergab eine Online-Umfrage des Jobportals Career Builder.

Was Bewerber auf ihren Social-Media-Profilen posten, kann laut einer aktuellen Studie von CareerBuilder sowohl ein Segen als auch ein Fluch für ihre Jobaussichten sein: 56 Prozent der Arbeitgeber in Deutschland haben bereits Bewerber auf sozialen Netzwerken überprüft, und weitere neun Prozent wollen dies zukünftig ebenfalls tun. Das zeigt die von CareerBuilder in Auftrag gegebene Online-Studie, für die bundesweit mehr als 400 Arbeitgeber befragt wurden.

Bewerber, die sich auf Facebook Bier trinkend zeigen, kommen bei Arbeitgebern nicht gut an.
Bewerber, die sich auf Facebook Bier trinkend zeigen, kommen bei Arbeitgebern nicht gut an.
Foto: Kzenon - fotolia.com

Und es sind nicht nur die professionellen Netzwerke, die Unternehmen sichten. So schauen sich 81 Prozent der Befragten das Facebook-Profil und 33 Prozent den Twitter-Feed des Kandidaten an. Nur 31 Prozent überprüfen das professionelle Netzwerk LinkedIn, 37 Prozent Google+. Auch soziale Image-Sharing-Netzwerke werden von den Personalverantwortliche in Betracht gezogen. Fast 22 Prozent sehen sich Instagram an, bei Pinterest sind es sechs Prozent. Darüber hinaus nutzen die Arbeitgeber Suchmaschinen: 51 Prozent der Unternehmen greifen auf Google und Co zurück, um sich über Bewerber zu informieren. Zusätzliche zehn Prozent beabsichtigen, dies in Zukunft zu tun.

Was Arbeitgebern nicht gefällt

Von denen, die Kandidatenprofile auf Social Media suchen, haben 32 Prozent schon einmal Inhalte entdeckt, die sie davon abhielten, einen Bewerber einzustellen. 25 Prozent stießen auf Informationen, aufgrund derer sie die Entscheidung für den Betreffenden noch einmal überdachten. Auf die Frage, welche Art Inhalte sie veranlasste, einen Jobanwärter von ihrer Liste zu streichen, gaben Arbeitgeber die folgenden Gründe an:

Was Arbeitgebern gefällt

Auf der anderen Seite gaben 33 Prozent der Arbeitgeber an, sie seien in sozialen Netzwerken auf Inhalte gestoßen, die sie motivierten, einen Bewerber einzustellen. Einige dieser Motive sind:

  • der Kandidat machte einen guten Gesamteindruck

  • das Hintergrundwissen des Kandidaten unterstrich seine professionelle Eignung für den Job

  • der Kandidat war kreativ

  • andere posteten gute Referenzen

  • der Kandidat hatte gute Kommunikationsfähigkeiten

  • Auftritt des Kandidaten vermittelte ein professionelles Bild

  • der Kandidat erhielt Auszeichnungen und Lob

  • die Persönlichkeit des Kandidaten war gut erkennbar, passte gut ins Unternehmen

  • der Kandidat postete ein überzeugendes Video oder andere Inhalte

  • der Kandidat hatte eine große Anzahl an Followern oder Abonnenten

  • der Kandidat interagierte mit den Social-Media-Accounts des Unternehmens

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"Lebensläufe erzählen nur die halbe Geschichte, deshalb berufen sich Arbeitgeber immer häufiger auf soziale Medien und Suchmaschinen im Internet, um sich ein umfassenderes Bild von einem Kandidaten zu machen", sagt Tony Roy, Präsident CareerBuilder EMEA. "Aus diesem Grund müssen sich Bewerber heute umso stärker darüber im Klaren sein, was sie im Netz sagen - und was über sie gesagt wird".

Methode: Für die Studie wurden 405 Personalverantwortliche in Deutschland befragt. Die Online-Interviews wurden im März und April 2015 von Redshift Research anhand von E-Mail-Einladungen und einer Online-Umfrage geführt. Die Ergebnisse jeder Stichprobe unterliegen möglichen Abweichungen.

 

Schmitt

ich bewundere meine MA immer wie fröhlich sie bilder direkt vom arbeitsplatz posten. beim gaudi und faxen machen.

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