Akrobatische Prinzenrolle

19.04.2005
Von Bettina Wirth

Der sportliche Hauptdarsteller in "Prince of Persia: Warrior Within" verlangt dem Spieler eine ordentliche Portion Geschick mit dem Gamepad ab. Doch sobald man einige der spektakulären Kampf- und Sprungbewegungen beherrscht, entfaltet das 3D-Actionspiel seine ganze Faszination: In atemloser Geschwindigkeit umwirbelt der Adelige aus dem Orient seine Gegner und setzt sie mit einer stattlichen Auswahl an Säbeln, Streitäxten und Dolchen außer Gefecht.

Der persische Königssohn kann beispielsweise Salti über seine Gegner hinweg und gleichzeitig einen geschmeidigen Doppelhieb mit dem Schwert ausführen, Säulen hochklettern, die er zuvor im Sprung erreicht hat, und sogar Wände entlang laufen. So metzelt und hechtet sich der agile Schwertmeister durch eine verfallene Festung, immer auf der Suche nach der Quelle der Zeit. Zeit spielt überhaupt eine wichtige Rolle: Via Warp-Kammer reist der Prinz weit in der Zeit zurück und erlebt die Festung in ihrer Glanzzeit.

Auch kurze Sprünge in die Vergangenheit kann er unternehmen. Ein Fehltritt wird so in Sekunden ungeschehen gemacht. Außerdem ist der Prinz in der Lage, die Zeit um ihn herum zu verlangsamen, während er sich in normaler Geschwindigkeit fortbewegt. Auf diese Weise überlistet er Angreifer und weicht geschmeidig rotierenden Messerfallen aus.

Neue Lebensenergie tankt unser Held übrigens an Brunnen, aus denen er durstig trinkt - ein schöner Einfall der Entwickler und endlich mal eine stilvollere Art, Kampfwunden zu heilen, als Medi-Packs zu sammeln. Die düster-glamouröse Musikbegleitung mit orientalischem Einschlag passt toll zur Atmosphäre. Unpassend hingegen muten die stark technisch klingenden Soundeffekte an: Die Duelle kommen dadurch manchmal ein wenig steril rüber.

Wichtig: Spielen Sie mit einem Gamepad, die Tastatursteuerung ist angesichts der vielen Bewegungsmöglichkeiten zu kompliziert.

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