Kleine Helfer

Adobe Edge - kostenloser HTML5-Editor als Flash-Ersatz

Diego Wyllie hat Wirtschaftsinformatik an der TU München studiert und verbringt als Softwareentwickler und Fachautor viel Zeit mit Schreiben – entweder Programmcode für Web- und Mobile-Anwendungen oder Fachartikel rund um Softwarethemen.
Mit "Adobe Edge" stellt der Multimedia-Riese Adobe Systems einen kostenlosen HTML5-Editor zur Verfügung, mit dem sich auf Basis des neuen Web-Standards Flash-ähnliche Inhalte realisieren lassen.

Adobe Edge unterstützt Web-Entwickler beim Erstellen von Animationen und interaktivem Web-Content, die ohne die Software nur aufwendig, fehleranfällig und mit vielen Detailkenntnissen von Hand zu produzieren wären. Es verfügt über einen fortgeschrittenen Editor auf Basis einer Timeline, die in Anlehnung an Flash konzipiert wurde. Wer also schon einmal mit Flash - oder mit After Effects - gearbeitet hat, der dürfte sich mit der neuen Arbeitsumgebung von Edge schnell vertraut machen können.

Adobe Edge
Adobe Edge
Foto: Diego Wyllie

Edge setzt ausschließlich auf Javascript, HTML5 und CSS3 auf. Web-Designer und -Entwickler werden damit in die Lage versetzt, auf Basis offener Web-Standards visuell reichhaltige Inhalte zu erstellen, die im Web früher nur mit der proprietären Flash-Technik möglich waren. Dabei können Anwender grafische Ressourcen wie etwa SVG-, PNG-, JPG- und GIF-Dateien importieren, in die Clips einbauen und mittels CSS3-Eigenschaften editieren. Bei Design, Vorschau und Bearbeitung der Inhalte verwendet die Software die Webkit-Engine, die bei den Browsern Safari und Chrome unter der Haube steckt. Wie Adobe erklärt, sollen jedoch Edge-Animationen auf allen modernen Browsern laufen können, die den HTML5-Standard unterstützen - auch auf vielen Smartphones.

Derzeit ist Edge als Preview-Version für Windows und Mac OS X erhältlich. Interessierte können das Tool kostenlos herunterladen. Nach Angaben des Herstellers wird das Release 1.0 erst nächstes Jahr erscheinen.

CW-Fazit: Adobe Edge wird die Akzeptanz von HTML5 sicher weiter vorantreiben. Wer das Web der Zukunft schon heute mitgestalten möchte, der sollte sich das Tool näher anschauen. (ph)