Kundendaten-Management

5 Dinge von Amazon lernen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
In punkto Kundendaten-Management sollten sich Banken ein Beispiel an Online-Händlern wie Amazon nehmen. Die Berater von Nielsen und Partner geben fünf Tipps.
Geht es um Kundendaten-Management, dann sollte amazon für Banken ein Vorbild sein.
Geht es um Kundendaten-Management, dann sollte amazon für Banken ein Vorbild sein.

Banken sammeln zwar Daten über Risiko-Einstellung und Anlageprioritäten ihrer Kunden, werten diese aber nicht systematisch aus. Folglich verlieren sie Potenzial für neue Vertriebsansätze. Das behauptet jedenfalls der Berater Nielsen und Partner aus Hamburg.

Die Hanseaten sehen Amazon als Beispiel für gelungenes Kundendaten-Management. Der Online-Händler wisse "wie kein Zweiter aus Kundendaten, Kaufinformationen und Vorlieben Bedürfnisse abzuleiten". Dabei bewege sich Amazon auf rechtlich einwandfreiem Gebiet.

"Rechtlich einwandfrei" - eben das scheint für Banken der Knackpunkt zu sein. Glaubt man Nielsen und Partner, konzentrieren sich Banken zu stark auf staatlich verordnete Protokollpflichten und regulatorische Anforderungen. Die Hamburger raten, Banken sollten mehr "über den Tellerrand schauen".

Amazon wertet Kaufgewohnheiten aus

Konkret: Amazon wertet Kaufgewohnheiten detailliert aus und vergleicht Kundenprofile. Auf Basis dieser Daten bietet der Händler Kunden Produkte an, die sie bisher noch nicht kannten, die für sie aber interessant sein dürften. Analog dazu können Banken Wert- und Risikoentwicklung in den Depots von Privatanlegern überwachen, so Nielsen und Partner. Dazu sollten sie Alerts einrichten, die Bankberater informieren, wann sie aktiv werden müssen. Ziel ist, passende Produkte im richtigen Moment anzubieten.