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Business Intelligence & Enterprise Content Management

Ratgeber

Das E-Mail-Chaos beginnt im Kopf

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von Sascha Alexander (Redakteur Computerwoche)
Vieles wird falsch gemacht bei der E-Mail-Nutzung. Die Folgen sind eine sinkende Produktivität und Stress. Doch es gibt einfache Hilfen.

Wie bearbeiten Sie eigentlich Ihre E-Mails? Lesen Sie Ihre elektronische Post systematisch jeden Morgen oder eher zwischendurch? Ordnen oder filtern Sie die eingehenden Nachrichten oder kommt alles auf den großen digitalen Haufen "für später"? Schreiben Sie nur Geschäftliches oder alles, was Ihnen in den Sinn kommt oder lustig ist? Schicken Sie Ihre Mails gern an alle oder nur an ausgewählte Empfänger? Lassen Sie sich vom E-Mail-Client über neue Post benachrichtigen, oder schauen Sie sowieso ständig nach? - Auf Fragen wie diese können geschäftliche E-Mail-Nutzer meist keine eindeutigen Antworten geben. Nur in einem Punkt sind sich heute die meisten einig: Sie sehen in der Informationsflut durch E-Mails eine der Hauptursachen für Stress und Unkonzentriertheit am Arbeitsplatz (Lesen Sie auch den zweiten Teil des Ratgebers, der sich vor allem mit den Anforderungen an den Arbeitgeber beschäftigt).

Tatsächlich finden sich dramatische Hinweise, dass etwas schief läuft in den Arbeitsvorgängen, die heute ohne elektronischen Geschäftsverkehr nicht mehr vorstellbar sind. So ergab im letzten Jahr eine Umfrage der US-amerikanischen Beratungsfirma Basex unter "Wissensarbeitern", dass ein typischer IT-Angestellter 28 Prozent seiner Arbeitszeit unproduktiv verbringt, weil ständig unwichtige Nachrichten per Telefon, E-Mail oder Instant Messages eingehen. Elf Minuten kann durchschnittlich ein "Knowledge Worker" arbeiten, bis er von irgendetwas oder irgendjemanden unterbrochen wird, fand bereits 2005 eine Untersuchung der University of California heraus.

220 Milliarden E-Mails am Tag

Die jährlichen Kosten durch Arbeitsunterbrechungen beziffert Basex allein in den USA auf 900 Milliarden Dollar im Jahr (711 Milliarden Euro). Eindeutige Zahlen steuerte kürzlich auch die Radicati Group bei, die von einem weltweiten Aufkommen von 220 Milliarden E-Mails am Tag ausgeht. Gartner prognostiziert, dass sich diese Summe um jährlich 40 Prozent erhöhen wird.

Zwar beziehen solche Zahlen den privaten E-Mail-Verkehr mit ein, doch scheint klar, dass auch im professionellen Umfeld die elektronische Post im Arbeitsalltag immer mehr (produktive) Zeit und Speicherressourcen frisst. So ergab kürzlich eine von Adobe Systems in Auftrag gegebene Umfrage unter 3000 europäischen "Knowledge Workern" dass 92 Prozent aller Befragten E-Mails nutzen, um Informationen auszutauschen und abzustimmen - aber nur 60 Prozent der Büroangestellten mit E-Mail-Kommunikation als Methode der Zusammenarbeit zufrieden sind.

(6 Beiträge), 
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Sascha Alexander
Hallo Herr Weick, der besagte Beitrag "Wir brauchen eine E-Mail-Kultur" steht jetzt online:http://www.computerwoche.de/knowledge_center/business_intelligence/ herzliche Grüße zum Beitrag

Sascha Alexander
Hallo Herr Pfeiffer, vielen Dank für Ihre Anmerkungen, die Sie natürlich auch gern hier direkt im Forum posten können:) Sie haben natürlich Recht, dass es in punkto Chaos nicht bei der E-Mail bleibt, sondern beispielsweise auch Instant Messaging nerven kann. Doch ist es heute natürlich aufgrund der hohen geschäftlichen Relevanz elektronischer Post besonders wichtig, diesen Kommunikations- und Informationskanal zu pflegen und zu sichern (wir diskutieren ja eifrig über Rechtsfragen und E-Mailarchiverung). Aber früher oder später brauchen Unternehmen eine übergreifende Strategie für Collaboration und Informations-Management- keine Frage! zum Beitrag

Stefan63atIBM
siehe meine Kommentar: Digitale Störenfriede unterbrechen die Arbeit - und es kommt noch schlimmer ... im IBM BlueBlog auf https://www-951.ibm.com/blogs/Stefan_Pfeiffer/entry/digitale_st%25c3%25b6renfriede_unterbrechen_die_arbeit_und_es_kommt_noch_schlimmer zum Beitrag

Sascha Alexander
Die Ausführungen sind im Prinzip ja alle richtig. Sie lenken aber vom wirklichen Thema ab. Aus über achtjähriger Erfahrungen mit E-Mail-Effizienz-Projekten hat SofTrust eine Erkenntnis gewonnen: wirkliche Durchbrüche sind nur dann möglich, wenn das Unternehmen seine Verpflichtung zur organisatorischen Regelung ernst nimmt und der E-Mail-Nutzung seinen Platz zuweist. Erst im Rahmen einer definierten E-Mail-Kultur wird die Verhaltensänderung des Einzelnen wirklich produktiv. Und erst dann haben die alternativen Technologien ihren Platz und können Wirkung entfalten. Alles andere ist Stückwerk und auf Sand gebaut. Deshalb zeigen in der Praxis alle im Artikel beschriebenen (und im Prinzip ja richtigen) Einzelmaßnahmen so wenig Erfolg. Hallo Herr Weick, vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Sie haben völlig recht, dass es gerade in Unternehmen ohne klare Regeln nicht geht. Tatsächlich besteht mein Beitrag zum Thema E-Mail-Nutzung aus zwei Teilen, von denen der zweite lautet "Wir brauchen eine E-Mail-Kultur" ;-) Ich werde ihn spätestens nach der CeBIt veröffentlichen. Falls Sie die Computerwoche abonniert haben, finden Sie den Beitrag bereits in der Ausgabe 9. herzliche Grüße aus der Redaktion Sascha Alexander zum Beitrag

Guenter Weick
Die Ausführungen sind im Prinzip ja alle richtig. Sie lenken aber vom wirklichen Thema ab. Aus über achtjähriger Erfahrungen mit E-Mail-Effizienz-Projekten hat SofTrust eine Erkenntnis gewonnen: wirkliche Durchbrüche sind nur dann möglich, wenn das Unternehmen seine Verpflichtung zur organisatorischen Regelung ernst nimmt und der E-Mail-Nutzung seinen Platz zuweist. Erst im Rahmen einer definierten E-Mail-Kultur wird die Verhaltensänderung des Einzelnen wirklich produktiv. Und erst dann haben die alternativen Technologien ihren Platz und können Wirkung entfalten. Alles andere ist Stückwerk und auf Sand gebaut. Deshalb zeigen in der Praxis alle im Artikel beschriebenen (und im Prinzip ja richtigen) Einzelmaßnahmen so wenig Erfolg. zum Beitrag


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