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Mittelstand

Kauf-Ratgeber

So finden Sie das richtige Notebook

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von Martin Bayer (COMPUTERWOCHE-Redakteur)
Die Vielfalt an mobilen Rechnern wird immer größer. Die unterschiedlichen Formate und Leistungsklassen machen die Gerätewahl nicht einfacher.

Die Palette an Notebook-Modellen wird immer breiter. Vom leichtgewichtigen Bonsai-Rechner, der in die Jackentasche passt, bis hin zur schweren Multimedia-Maschine mit 18-Zoll-Display bieten die Hersteller heute unterschiedlichste Formate, Leistungsvarianten und Preisklassen. Kunden sollten sich vor dem Kauf genau überlegen, wie sie den Mobilrechner einsetzen wollen, und dann entsprechend ein Modell aus den verschiedenen Notebook-Klassen auswählen.

Netbooks - die Surfstation für unterwegs

Netbooks kommen in der Regel mit Display-Größen von 8,9 oder 10,2 Zoll auf den Markt. Das Gewicht liegt je nach Größe und Akku zwischen einem und 1,5 Kilogramm. Die Preise schwanken zwischen 200 und 500 Euro. Derzeit arbeiten die meisten Netbooks mit Intels Atom-Prozessor, einer speziell für diese Gerätekategorie entwickelten CPU-Plattform. Allerdings haben inzwischen weitere Halbleiterhersteller wie Via, Nvidia, Freescale, Qualcomm und Texas Instruments Alternativen angekündigt, mit denen die Bonsai-Rechner künftig noch günstiger zu haben sein sollen.

Mit dem EeePC von Asus beann der Netbook-Boom.
Mit dem EeePC von Asus beann der Netbook-Boom.
Mit dem EeePC von Asus beann der Netbook-Boom.

Den Arbeitsspeicher bestücken die Anbieter meist mit 1 GB. Beim Massenspeicher können die Kunden zwischen herkömmlichen Festplatten mit Kapazitäten von 60 bis 250 GB und Solid-State-Drives (SSDs) wählen. Letztere verbrauchen zwar weniger Strom und sind robuster, bieten dafür aber mit Kapazitäten zwischen 8 und 32 GB deutlich weniger Speicherplatz. Da die Netbooks hauptsächlich im mobilen Einsatz glänzen, sollten Anwender beim Kauf vor allem auf den Akku achten. Herkömmliche dreizellige Lithium-Ionen-Akkus bieten meist eine Laufzeit von rund drei Stunden. Viele Hersteller gehen mittlerweile jedoch dazu über, die Netbooks mit Sechs-Zellen-Akkus auszustatten. Damit erhöht sich die Betriebsdauer auf sechs bis teilweise sogar über zehn Stunden, ohne dass der Rechner zum Auftanken an die Steckdose muss.

Netbooks bieten in aller Regel zwei USB-Ports, Anschlüsse für Kopfhörer, Mikrofon und für einen externen Monitor sowie Verbindungen ins LAN. Oft sind darüber hinaus ein Speicherkartenleser sowie eine Webcam in den Rechnern integriert. Da die Mini-Rechner zunehmend auch für Telekommunikationsanbieter interessant werden, die mobile Datendienste pushen wollen, bauen die Hersteller in einigen ihrer aktuellen Geräte UMTS-Module ein. Anwender benötigen dann keinen separaten Mobilfunk-Stick für den USB-Anschluss mehr, sondern können einfach ihre SIM-Karte in einen Slot im Gehäuse stecken und dann auch ohne WLAN-Verbindung mobil ins Internet gehen.

Fazit: Netbooks spielen ihre Stärken im mobilen Einsatz aus. Sie eignen sich vor allem als Surfstation für Internet, E-Mail und Chats. Hohe Ansprüche an die Rechenleistung sollten die User allerdings nicht haben. Zwar reicht die Rechenpower, um unterwegs mal ein Dokument zu bearbeiten, leistungshungrige Anwendungen wie Bildbearbeitung machen dagegen keinen Spaß. Dazu kommt, dass die Netbooks aufgrund der kleinformatigen Displays und Tastaturen nicht als Ersatz für den Arbeitsrechner herhalten können. Wer also einen günstigen Zweitrechner für den schnellen Netzzugriff unterwegs sucht, ist mit einem Netbook gut beraten.

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