computerwoche.de
Newsletter  |   CW-TV  |   Bilder-Galerien  |   Blogs & Forum  |   CW mobil  |   RSS  |   Aboshop


Security
USB-Stick als möglicher Überträger

Virus befällt Laptops auf der ISS

27.08.2008 um 15:15 Uhr
Autor(en): pte pte.
Ein Computervirus, der dem Diebstahl von Passwörtern dient, hat Laptops an Bord der Internationalen Raumstation ISS befallen.

Dies hat die US-Raumfahrtbehörde NASA gestern bestätigt und angegeben, dass es sich nicht um die erste Infektion im Weltraum handelt. Das berichtet das Technologieportal "Wired News". "So etwas kommt nicht häufig vor, aber es ist nicht das erste Mal", wird NASA-Sprecher Kelly Humphries zitiert. Nun wird nachgeforscht, wie es zum Virenbefall auf der ISS kommen konnte. Eine direkte Internetverbindung gibt es laut NASA nicht, möglicherweise wurde ein verseuchtes Flash-Speichergerät an Bord gebracht.

Die wichtigste Frage rund um den Virenbefall, der mehrere Laptops betroffen haben soll, ist, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Humphries zufolge gäbe es auf der ISS zwar die Möglichkeit, E-Mails oder Daten zu senden und zu empfangen, aber keinen direkten Internetzugang. "Alles wird gescannt, bevor es hinauf geht, also handelt es sich um eine indirekte Verbindung", erklärt Humphries. Es wird nun nachgeforscht, wie es zu den Infektionen kam und wie derartiges in Zukunft verhindert werden kann. Laut täglichem Statusbericht vom 22. August wurde der Virenschutz der ISS-Laptops mit Norton AntiVirus nachgebessert. Zuvor sollen die meisten Geräte ohne Virenschutz ausgekommen sein.

Als wahrscheinliche Infektionsquelle wird ein verseuchtes Flash-Speichermedium gehandelt, das mit einem Astronauten an Bord der ISS gelangt ist. Eine externe Speicherkarte oder ein USB-Stick als Virenquelle könnte auch erklären, wie das Virus mehrere Laptops befallen konnte. Allerdings könnte dafür auch eine Verbreitung via Intranet verantwortlich sein. Gerade das Risiko einer Infektion über USB-Speichergeräte war der Grund, warum Trend-Micro-CTO Raimund Genes im Juni gegenüber pressetext die Wichtigkeit lokaler Schutzmechanismen selbst bei Antiviren-Lösungen mit zentralem Scanserver betont hatte.

Der Computervirus war der NASA zufolge nur ein "Ärgernis" und habe keine für den Betrieb der ISS kritischen Systeme befallen. Den Angaben der Weltraum-Nachrichtenseite SpaceRef zufolge handelte es sich bei dem Schädling um den Wurm "W32.Gammima.AG". Er ist seit rund einem Jahr bekannt und dient nach Angaben von Symantec dem Ausspionieren von Zugangsdaten für eine Reihe von Online-Spielen, die vor allem in Ostasien beliebt sind. (pte)



Leserkommentare 
(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

SECURITY: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
Virtuell sicher? Virtuell sicher? Virtualisierung ist kein Allheilmittel für Sicherheitsprobleme. Hacker suchen bereits gezielt nach Lücken in Produkten wie VMware ESX. weiter
Studie zur Datensicherheit Studie zur Datensicherheit Verteilte Arbeitsumgebungen begünstigen Fehler von Mitarbeitern und damit den Verlust sensibler Firmendaten. Die zehn gröbsten Vergehen. weiter
Überteuerter Virenschutz Überteuerter Virenschutz Security-Anbieter tun zu wenig, um mit ständig wechselnden Web-Bedrohungen mitzuhalten. Sicherheits-Software ist zu teuer, moniert Gartner. weiter
Verraten und verkauft Verraten und verkauft Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie hat den Datenschutz beliebter sozialer Netze untersucht. Das Ergebnis ist ernüchternd. weiter
Die besten Antiviren-Programme Die besten Antiviren-Programme Das Magdeburger Testlabor hat 28 Antivirus-Programme unter die Lupe genommen. Wir präsentieren Ihnen die Ergebnisse der ausführlichen Tests. weiter
Virtuell sicher? Studie zur Datensicherheit Überteuerter Virenschutz Verraten und verkauft Die besten Antiviren-Programme
MEHR ZUM THEMA SECURITY
  • Artikel
  • Whitepaper
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
Neu: SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security