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CRM
CRM, BI und Risiko-Management

Trotz Bankenkrise wachsen die IT-Ausgaben

16.09.2008 um 12:30 Uhr
Autor(en): Frank Niemann, Computerwoche-Redakteur.
Nach Überzeugung von Analysten wird die Finanzindustrie trotz der Turbolenzen in den USA an ihren IT-Investitionen festhalten. Nur so könnten Banken wettbewerbsfähig bleiben.

Lehman Brothers pleite, der Versicherungskonzern AIG und Merrill Lynch in Bedrängnis - die Finanzbranche in den USA steht Kopf. Gerade Banken investieren viel Geld in IT. Trotz der Krise der Branche rechnen Analysten mit einem weiteren Wachstum für Informationstechnologie. Zwar werde sich laut Gartner das Wachstum wie erwartet im Jahr 2009 abschwächen, mit einem Schrumpfen des Marktes rechnen die Marktforscher indes nicht. Gartner-Analyst Ken McGee zufolge bleibt Banken gar nichts anderes übrig, als in DV-Produkte und -Dienstleistungen zu investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und sensible Daten sicher zu speichern.

Auch McGee-Kollegin Ellen Carney von Forrester Research vertritt diese Ansicht. Ihrer Überzeugung nach wissen viele große Geldhäuser schon seit zwei Jahren, dass durch die Immobilienkrise in den USA massive Probleme auf sie zukommen. Dies hätten die Banken in ihren IT-Budgets bereits berücksichtigt. Mit drastischen Sparmaßnahmen aufgrund der jüngsten Ereignisse rechnet die Forrester-Expertin daher nicht.

"Banken sind nun noch stärker als bisher gezwungen, ihre IT-Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen", meint Hassan Hosseini, Managing Consultant bei Pierre Audoin Consultants (PAC) in München.

Von der Krise könnte die IT-Branche sogar profitieren. "Banken sind nun noch stärker als bisher gezwungen, ihre IT-Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen", so Hassan Hosseini, Managing Consultant bei Pierre Audoin Consultants (PAC) in München. Zudem müssen die Geldhäuser versuchen, neue Kunden zu gewinnen und zu halten. Dabei helfen ihnen Softwareprogramme für das Kundenbeziehungs-Management (Customer-Relationship-Management, CRM) sowie Analyse- und Berichtswerkzeuge (Business-Intelligence), um mehr über den Kunden zu erfahren. Dem PAC-Analysten zufolge dürften nun Applikationen für das Risiko-Management noch stärker gefragt sein als bisher. Was für Amerika gilt, lässt sich zum Teil auf Deutschland übertragen. "Die hiesige Branche ist zwar nur zum Teil unmittelbar von der amerikanischen Finanzkrise betroffen, doch der Modernisierungsdruck wächst nun noch mehr unter deutschen Geldhäuser", so PAC-Experte Hosseini.

Paul Polishuk, Präsident der Marktforschungsfirma Information Gatekeepers (IGI), ist davon überzeugt, dass von Übernahmen und Fusionen als Folge der Krise Systemintegratoren profitieren werden. Zu den Verlierern könnten jedoch die IT-Angestellten der ins Straucheln geratenen Firmen zählen.


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