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Freiberufler

Gute Auftragslage

Freiberufler sind als Berater gefragt

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von Ina Hönicke
Aus Mangel an Bewerbern greifen Firmen verstärkt auf Selbständige zurück. Diese programmieren nicht nur, sondern beraten auch und geben ihr Wissen an Mitarbeiter weiter.

Freiberufliche Computerprofis haben derzeit gute Karten. Da Unternehmen nicht genügend Mitarbeiter bekommen, sind sie verstärkt auf Externe angewiesen. 70 Prozent der deutschen Firmen setzen auf IT-Spezialisten von Außerhalb - Tendenz steigend. Das haben der Personaldienstleister Hays und die Berlecon Research in einer Studie herausgefunden. "Aufgrund der Personalengpässe ist der Bedarf in einigen IT-Bereichen mittlerweile größer als die Zahl der externen Spezialisten, die zur Verfügung stehen", konstatiert Frank Schabel, Marketing-Chef von Hays.

SAP-Profis sind überall begehrt

Jeder achte der befragten 160 IT-Leiter hat sogar mehr als 20 IT-Freiberufler in seinen Reihen. Vorwiegend arbeiten die Freelancer in Großunternehmen und bei Dienstleistern. Aber auch das produzierende Gewerbe wird mittelfristig nachziehen: Hier rechnen rund 40 Prozent der Betriebe damit, den Anteil der Freelancer gegenüber den fest angestellten IT-Leuten binnen zwei Jahren zu erhöhen. Am höchsten ist der Bedarf nach wie vor in der Softwareentwicklung, gefolgt von Planung und Design sowie Beratung. Gefragt sind - was für Marktbeobachter keine Überraschung ist - vorrangig SAP-Spezialisten.

Mittlerweile programmieren viele Externe nicht nur, sondern beraten und geben Wissen an die Festangestellten weiter. Ein Trend, den Andreas Stiehler, Senior Analyst bei Berlecon Research, bestätigt: Freiberufliche IT-Berater und Coaches werden vor allem im IT-Service-Management, in Change-Management-Projekten oder als direkte Berater des Business gebraucht. Dass sich die IT-Abteilungen verstärkt externes Wissen ins Haus holen, egal ob in der SAP-, Embedded- oder Internet-Welt und aufgrund der Projektstaus, die aufgelöst werden müssen. Das sei oft nur mit externer Hilfe zu bewältigen. Stiehler: "IT-Chefs erkennen, dass sie mit den Erfahrungen und Best-Practice-Wissen der Freelancer Innovationen vorantreiben und die Produktivität steigern können. Schließlich müssen die Freiberufler - anders als die meisten Festangestellten - über die Unternehmensgrenzen hinausblicken."

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