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Verkauf von Töchtern denkbar

Yahoo! kommt nicht zur Ruh'

22.12.2011
Die seit Monaten andauernden Seifenoper um Yahoo! ist um eine Wendung reicher.
Yahoo!-Billboard am Times Square in New York
Yahoo!-Billboard am Times Square in New York
Foto: Thomas Cloer (CC BY-NC-SA 2.0)

Der angeschlagene Internet-Pionier erwägt nach US-Medienberichten, seine Beteiligungen in Asien zu versilbern. Wie unter anderem die "New York Times" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Personen schrieben, dürften die Anteile an der chinesischen Alibaba und an Yahoo! Japan insgesamt rund 17 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) wert sein.

Nach Informationen der Zeitungen vom späten Mittwoch trifft sich der Yahoo!-Verwaltungsrat am heutigen Donnerstag, um den Plan zu diskutieren. Die Grundidee ist demnach, die Beteiligungen in die Hände der jeweiligen Mehrheitseigentümer abzugeben. Durch eine komplexe Tauschaktion sollen nicht einmal Steuern auf den erwarteten milliardenschweren Erlös anfallen.

Yahoo! hält 35 Prozent an Yahoo! Japan, dessen Haupteigner der japanische Partner Softbank ist. Vom schnell wachsenden chinesischen Internetkonzern Alibaba gehören Yahoo! etwa 40 Prozent. Den Berichten zufolge will sich Yahoo! aber nicht ganz aus Alibaba zurückziehen, sondern 15 Prozent behalten, um weiterhin einen Fuß im wichtigen chinesischen Markt zu haben.

Seit Monaten kursieren die unterschiedlichsten Szenarien, wie es mit Yahoo! weitergeht. Auch der Einstieg von Finanzinvestoren oder sogar vom Software-Konzern Microsoft scheint noch nicht ganz vom Tisch. Yahoo! hat das Problem, im lukrativen Online-Werbegeschäft kräftig an Boden verloren zu haben gegenüber dem mächtigen Suchmaschinenprimus Google. Mit einem Geldsegen - egal aus welcher Ecke er käme - könnte sich Yahoo! neu aufstellen. (dpa/tc)