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Xerox zapft Milliarden-Kredit an

16.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die finanziell angeschlagene US-Firma Xerox erklärte in einer am vergangenen Freitag veröffentlichten Stellungnahme, entgegen allen Gerüchten keine Liquiditätsprobleme zu haben. Darin hieß es, das Unternehmen besitze ausreichend finanzielle Mittel inklusive eines sieben Milliarden Dollar großen Kreditrahmens. Dieser sei 1997 mit einer Gruppe von 58 Banken ausgehandelt worden und laufe bis Oktober 2002. Ein Unternehmenssprecher erläuterte, Xerox habe nun erstmals davon Gebrauch gemacht. Zu den kursierenden Gerüchte, denen zufolge der Kopiererspezialist in den USA Gläubigerschutz nach "Chapter 11" beantragen will, hieß es lediglich, man stehe fest auf eigenen Füßen.

In der vergangenen Woche hatte Xerox eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal ausgesprochen. Während die Wallstreet mit einem Profit von 12 Cent je Aktie rechnete, geht das Unternehmen nun von einem Verlust zwischen 15 und 20 Cent pro Anteilschein aus (Computerwoche.de berichtete). Zudem kürzte Xerox seine Quartalsdividende von 20 auf fünf Cent je Aktie.