6,4 Milliarden Dollar

Xerox übernimmt den Outsourcer ACS

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Der Büromaschinenkonzern Xerox bietet 6,4 Milliarden Dollar für den US-Outsourcer Affiliated Computer Services (ACS).

Der amerikanische Büromaschinenhersteller Xerox will mit der Akquisition von ACS (Affiliated Computer Services) seine Dienstleistungssparte stärken. ACS mit Sitz in Dallas, Texas, ist ein Anbieter von Outsourcing-Services für IT und Geschäftsprozesse. Eigenen Angaben zufolge hat Xerox 6,4 Milliarden Dollar in bar und eigenen Aktien geboten, ein Drittel mehr als die ACS-Marktkapitalisierung am letzten Handelstag. Die Einsparungen in den ersten drei Jahren bezifferte Xerox auf jährlich 300 bis 400 Millionen Dollar. Ferner erwartet der Konzern, mit ACS zum führenden Anbieter von Systemen zur Verwaltung von Dokumenten und Geschäftsprozessen zu werden.

Nach Abschluss des Deals wird der Dienstleistungsumsatz von Xerox von 3,5 Milliarden auf rund zehn Milliarden Dollar pro Jahr steigen. Damit setzt sich der Trend im Hardware-Lager fort, zur Stabilisierung der Geschäfte einen Service-Anbieter zu übernehmen. Im vergangenen Jahr war EDS von HP gekauft worden, vergangene Woche schlug Dell bei Perot Systems zu. ACS hätte bereits vor zwei Jahren von Investoren aufgekauft werden sollen. Das Board hatte den Vertrag jedoch gekippt.