Wirtschaftskrise

Xerox streicht Gewinnerwartung zusammen

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Xerox hat mitgeteilt, dass es seine ohnehin schon niedrig gesteckte Gewinnprognose für das erste Quartal deutlich verfehlen wird.

Die Xerox-Aktie fiel nach Bekanntwerden der Warnung im Composite Trading an der New York Stock Exchange (NYSE) am Freitag um 19 Prozent auf 4,34 Dollar. Der Drucker- und Kopierhersteller kündigte überdies an, seine Kosten um weitere 300 Millionen Dollar jährlich senken zu wollen, ohne dazu schon näher ins Detail zu gehen. Der Konzern mit Stammsitz in Norwalk, Connecticut, hatte zuvor bereits Einsparungen von 250 Millionen Dollar avisiert, hauptsächlich aus dem fünfprozentigen Stellenabbau vom vergangenen Jahr.

Xerox-CEO Anne Mulcahy
Xerox-CEO Anne Mulcahy

Firmenchefin Anne Mulcahy geht davon aus, dass die Technikinvestionen von Unternehmen in diesem Jahr wohl weiterhin zurückgehen. Xerox muss für Januar und Februar dieses Jahres einen Umsatzeinbruch von 18 Prozent verkraften. Davon entfallen fünf Prozentpunkte auf Währungseffekte durch den wiedererstarkten US-Dollar; Xerox erwirtschaftet einen Großteil seiner Einnahmen im Ausland.

Für das erste Quartal erwartet Xerox jetzt jedenfalls nur noch drei bis fünf Cent Gewinn pro Aktie (EPS), nachdem das Unternehmen im Januar noch von 16 bis 20 Cent ausgegangen war. Sechs Cent der gesenkten Prognose gehen auf das Konto von Restrukturierung und gesunkener Nachfrage bei der 25-Prozent-Beteiligung Fuji Xerox Corp.

Xerox kündigte laut "Wall Street Journal" an, seine Verschuldung in diesem Jahr senken zu wollen, und verwies auf eine Zwei-Milliarden-Dollar-Kreditlinie, die dem Unternehmen zur Verfügung stehe. Das hinderte die Rating-Agentur Standard & Poor's allerdings nicht daran, ihren Ausblick für Xerox von "stable" auf "negative" abzusenken.