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Xelibri: Siemens-Handys à la Swatch

27.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Bereich Information & Communication Mobile (ICM) der Siemens AG kündigt heute unter dem Namen "Xelibri" eine neu konzipierte Produktlinie an. Offenbar inspiriert vom Erfolgsrezept der Schweizer Swatch-Uhren bieten die Geräte laut Hersteller "radikal andere Formen, modische Designs und einfache Sprachfunktionalität" und werden damit zu "mobilen Accessoires".

ICM will die Xelibris vor allem über Kaufhäuser und Modegeschäfte vermarkten, und zwar als Modeartikel mit zwei Kollektionen pro Jahr. Die erste Serie 2003 soll im April neben Deutschland auch in Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien sowie in China (inklusive Hongkong) und Singapur angeboten werden, mit der nächsten Kollektion im September sollen weitere Märkte dazukommen. Einer Meldung des "Wall Street Journal" zufolge werden die Geräte mit 199 bis 399 Euro allerdings alles andere als billig.

Ein Siemens-Werbefoto mit "Robbie-Williams-konnten-wir-uns-nicht-leisten"-Appeal
Ein Siemens-Werbefoto mit "Robbie-Williams-konnten-wir-uns-nicht-leisten"-Appeal

Angesichts der in vielen Märkten bereits erreichten Sättigung von 70 bis 85 Prozent brauche die Branche neue Impulse, finden die Münchner. Xelibri soll unter anderem Nachfrage für Zweit- und Dritttelefone generieren. Jede Kollektion umfasst vier Modelle, die laut Hersteller in "limitierter Auflage" erscheinen sollen. "Das Mobiltelefon hat tatsächlich das Zeug zum Modeartikel", glaubt George Appling, President Xelibri. "Für jede Gelegenheit ein anderes Fashion Accessory Phone, passend zur Stimmung, zum Anlass, zur Kleidung." Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht ergänzt: "Unser neuester Entwicklungsschritt trägt zur zusätzlichen Wertsteigerung der Marke Siemens bei. Der Start der neuen Marke folgt der aktuellen Schwerpunktbildung in der Branche: modische Handys zum einfachen Telefonieren auf der einen und multifunktionale Geräte auf der anderen Seite." (tc)