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WS-I veröffentlicht Basic Profile für Web-Services-Interoperabilität

13.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Standardisierungsgremium Web Services Interoperability (WS-I) hat Version 1.0 von Basic Profile herausgegeben. Darin ist spezifiziert, wie die Web-Services-Techniken Soap 1.1, WSDL 1.1, UDDI 2.0, XML 1.0 sowie XML Schema in Produkten umgesetzt werden sollten, damit sie untereinander kommunizieren können. Basic Profile ist das erste Set einer ganzen Reihe von geplanten Spezifikationen, mit denen das WS-I sicherstellen will, dass die Implementierung von Web-Services-Standards durch konkurrierende Hersteller keine eigenen Wege geht. Dies gilt insbesondere für Web-Services, die auf der Java- oder der .NET-Plattform aufsetzen. Um hier Interoperabilität sicherzustellen, widmet Basic Profile auch der einheitlichen Problembeschreibung und der darauf aufsetzenden Fehlernbehandlung breiten Raum.

Wer standardkonforme Produkte entwickelt, soll ein WS-I-Logo erhalten. Die Organisation hat allerdings nicht vor, Software auf Basic-Profile-Kompatibilität zu prüfen und Zertifizierungen zu vergeben. Man setzt auf den Druck der Anwender und die Einsicht der Hersteller beziehungsweise deren Furcht vor der Blamage, sollte ihnen das WS-I-Logo aufgrund mangelnder Konformität wieder entzogen werden.

Mit der Freigabe von Basic Profile kann nun auch die verschobene Version 1.4 der Sun-Spezifikation Java 2 Enterprise Edition (J2EE) offiziell auf den Markt kommen. Sun und Mitglieder der Java-Community waren sich darin einig, beide Papiere möglichst zeitgleich zu veröffentlichen, um die Ergebnisse der WS-I-Arbeitsgruppe berücksichtigen zu können. Bevor allerdings die ersten J2EE-1.4-kompatiblen Applikationen zur Verfügung stehen, muss über den Java Community Process (JCP) noch das Abschluss-Release des Test Compatibility Kits (TCK) und eine Referenzimplementierung für die Zertifikation fertiggestellt werden. (ue)