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Wombats: Tramper-Herberge mit hohem Qualitätsanspruch

16.02.2008
Von pte pte
WOMBATS1

"Wir wollen gute Qualität liefern und ein stimmiges neues Haus präsentieren", meint Sascha Böck im pressetext-Interview. Man habe keine Kosten und Mühen gescheut, um Reisenden, die mehrere Monate unterwegs sind, eine preisgünstige, aber dennoch komfortable Unterkunft zu bieten. "Der Unterschied zu Jugendherbergen zeigt sich darin, dass es bei uns zum Beispiel keine Sperrstunde gibt und es hier nur 2-, 4- und 6-Bettzimmer gibt", so Böck. Darüber hinaus gebe es in jedem Wombats-Hostel ein hausinternes Pub, eine Gästeküche, eine 24-Stunden-Rezeption, Internet-Hotspots, Pool-Billard und eine Münzwäscherei. "Die Ähnlichkeiten mit den Herbergen, die wir auf unseren Reisen kennengelernt haben, liegen nur in der tollen Atmosphäre." Zur Standardausstattung gehören neben Dusche und WC in jedem Zimmer auch versperrbare Kästen und Gratis-Bettwäsche.

1999 setzten Praschinger und Böck auf die boomende Marktnische des Jugendtourismus und eröffneten mit relativ bescheidenen Mitteln in der Nähe des Wiener Westbahnhofs das erste Wombats City Hostel mit 150 Betten. Knapp zwei Jahre später wurde das Haus auf 261 Betten erweitert. "2004 ist dann eine Herberge in München hinzugekommen, im Juni 2006 ein zweites auf der Mariahilferstraße in Wien", so Böck. "Ziel ist es nun jedes Jahr ein weiteres Hostel zu eröffnen." 2009 werde ein 440-Bettenhaus am Wiener Naschmarkt hinzukommen, im Gespräch sei man auch in Budapest und Prag. "Wunschziel ist Italien, aber das wird noch ein oder zwei Jahre dauern", meint der Geschäftsführer.

Besonders stolz sind die beiden Unternehmer auf das neue City Hostel in unmittelbarer Umgebung vom Alexanderplatz in Berlin auf das Design. "Ein Team von Studenten der Kunstakademie hat daran gearbeitet. Dadurch ist das neue Haus auch ein optischer Quantensprung in Richtung Qualität." Was Wombats von anderen Herbergsbetreibern unterscheide, ist dass man auf Neubauten statt auf Adaptierungen setze. "Ähnlich wie in den Hostels in Übersee sind unsere Zimmer nicht nach Geschlechtern getrennt", erklärt Böck. Anfragen aus Asien, dass weibliche Reisende gerne unter sich bleiben würden, hätten dazu geführt, einen so genannten "Pink Wing" zu schaffen. "Bei der Online-Buchung wird danach auch gefragt", so Böck.

Auch beim Thema Rauchen liegt man bei den City-Hostels im Trend: Alle Häuser sind rauchfrei. Nur die Bar im Münchner Wombats ist eine Ausnahme. Im Erdgeschoß jedes City-Hostels befindet sich eine Gästeküche, in der jeder Reisende sein Essen selbst zubereiten kann. "Wer allerdings nicht kochen will, kann in der Bar sein Abendessen bestellen", erklärt der Unternehmer. Man habe auch hier eine sehr restriktive Preispolitik verfolgt. "Die Stimmung in unseren Pubs ist großartig. Nicht umsonst zählen wir zu den größten Bierverkäufern von Ottakringer und Paulaner", so Böck. Der Zugang zur Bar ist allerdings ausschließlich Gästen vorbehalten. Die Auslastung der Häuser ist dementsprechend gut und liegt in Wien bei rund 90 Prozent.

"Obwohl die Hostels im unteren Preissegment angesiedelt sind, sind die Gäste sehr kritisch und legen sehr großen Wert auf Sauberkeit", erklärt der Unternehmer. "Wir haben ein sehr strenges Qualitätsmanagement und legen größten Wert auf ein gepflegtes Erscheinungsbild." 2003 wurde das Wombats Wien zum saubersten Hostel weltweit gewählt, im Jahr darauf gelang dies dem bayrischen Schwesternunternehmen. (pte)