Fotodienst

Wirbel um neue Instagram-AGB

Thomas Cloer
Thomas Cloer ist verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
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Instagram ändert zu Mitte Januar seine Nutzungsbedingungen. Ein Absatz sorgt gerade für eine Menge Fehlinterpretationen und Aufregung.

Und zwar heißt es in den neuen ToS (Terms of Service) im Punkt 2 des Abschnitts "Rights":

"Some or all of the Service may be supported by advertising revenue. To help us deliver interesting paid or sponsored content or promotions, you agree that a business or other entity may pay us to display your username, likeness, photos (along with any associated metadata), and/or actions you take, in connection with paid or sponsored content or promotions, without any compensation to you. If you are under the age of eighteen (18), or under any other applicable age of majority, you represent that at least one of your parents or legal guardians has also agreed to this provision (and the use of your name, likeness, username, and/or photos (along with any associated metadata)) on your behalf."

Das bedeutet allerdings nicht, dass Instagram nun die Fotos seiner Nutzer nach Belieben verkaufen kann. Es geht vielmehr darum, dass Nutzerbilder und -daten für Werbung bei Instagram oder seiner Mutterfirma Facebook und deren sonstigen Ablegern verwendet werden können. Sprich: Es ändert sich nichts daran, wem die Bilder gehören und wer sie sehen darf (was Instagram auch im Firmenblog nochmals ausdrücklich betont).

Instagram behält sich weiter unten allerdings vor, Werbung (und andere bezahlte Inhalte) nicht unbedingt als solche zu kennzeichnen. Ablehnen kann man die neuen Instagram-AGB übrigens nicht. Wer damit nicht einverstanden ist, der muss wohl oder übel sein Konto kündigen. "WIRED" erläutert für Interessierte, wie man zuvor mit "Instaport" all seine bisher geschossenen Fotos herunterladen kann.

Ach ja: Wem angesichts einer Formulierung wie "you hereby grant to Instagram a non-exclusive, fully paid and royalty-free, transferable, sub-licensable, worldwide license to use the Content that you post" unter "Rights", Punkt 1 die Haare zu Berge stehen: So oder ähnlich formuliert das jeder Bilderdienst im Netz - zwangsläufig, denn sonst könnte er seine Dienste dort gar nicht erbringen.

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Lukas
Instagram hat es auch in den alten Nutzungsbedingungen so verwendet...

Thomas Cloer
Ich nehme mal 500px als Beispiel: By posting Content to the Site you hereby grant to 500px a non-exclusive, transferable, fully paid, worldwide license (with the right to sublicense) to use, distribute, reproduce, modify, adapt, publicly perform and publicly display such Content in connection with the Services. (Q: http://500px.com/terms)

frauhaselmayer
[...] So oder ähnlich formuliert das jeder Bilderdienst im Netz - zwangsläufig, denn sonst könnte er seine Dienste dort gar nicht erbringen. So? welche Bilderdienste denn noch? Ein übertragbares, weiter-lizenzierbares Nutzungsrecht ist auf keinen Fall notwendig um solche Dienste erbringen zu können...bitte gründlich recherchieren!!!

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