Infineon-Vorstandschef Ploss

"Wir spielen heute in einer anderen Liga"

25.08.2014
Der lange krisengeplagte Halbleiterhersteller Infineon sieht in der Übernahme des US-Wettbewerbers International Rectifier einen bedeutenden Sprung.

"Dass Infineon in der Lage ist, so einen Zukauf zu tätigen, zeigt, dass wir heute in einer anderen Liga spielen als vor ein paar Jahren", sagte Vorstandschef Reinhard Ploss der "Welt am Sonntag". Die größte Übernahme in der Firmengeschichte erfülle ihn mit Stolz, so Ploss weiter. "Infineon hatte mit einer so großen Übernahme bislang keine Erfahrung."

Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon
Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender von Infineon
Foto: Infineon

Das Unternehmen aus Neubiberg bei München hatte am Mittwoch die Übernahme des US-Wettbewerbers für umgerechnet fast 2,3 Milliarden Euro angekündigt. Mit International Rectifier erhofft sich Infineon einen besseren Zugang zum US-Markt und in Asien, zudem erschließe sich der Konzern kleinere und mittlere Kunden.

Derzeit läuft es für das 1999 von Siemens an die Börse gebrachte Unternehmen gut. Ploss hatte angesichts guter Geschäfte erst jüngst die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2013/14 ein wenig angehoben. Infineon profitiert von einem starken Geschäft mit der Autoindustrie, aber auch vom Geschäft mit erneuerbarer Energieerzeugung, -übertragung und -wandlung, elektrischen Industrieantrieben und Haushaltsgeräten. Dieses Jahr soll der Umsatz auf mehr als 4 Milliarden Euro klettern. (dpa/tc)