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Winter AG verfehlt Vorgaben

17.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chipkartenhersteller Winter AG hat seine Umsatz- und Ergebnisvorgaben für 2003 verfehlt. Nach vorläufigen Berechnungen erwirtschaftete das im Prime Standard an der Frankfurter Börse notierte Unternehmen anstelle der angepeilten 31 Millionen nur 29,5 Millionen Euro Umsatz. 2002 hatte Winter noch Einnahmen in Höhe von 43,3 Millionen Euro erzielt. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank gegenüber dem Vorjahr von 7,3 Millionen auf 6,6 Millionen Euro. Hier war ein Rückgang auf minus 4,3 Millionen Euro geplant.

Als Grund für das schwache Abschneiden nannte Winter fehlende Umsätze im Kartenbereich, die Auswirkungen des schwachen Weihnachtsgeschäfts auf das Servicegeschäft und den anhaltend starken Preisdruck am Markt.

Das Verfehlen der Planzahlen hatte offenbar ernste Konsequenzen für den langjährigen Firmenchef Gerhard Osterrieder: Wie das Unternehmen bekannt gab, hat der Aufsichtsrat Osterrieder mit sofortiger Wirkung abberufen. Die Situation des 51-jährigen hatte sich bereits Mitte Januar verschlechtert, als der Vorstand um zwei Vertreter des Schweizer Chipkartenkonzerns Trüb erweitert wurde. Der Hauptaktionär verfügt seit dem 19. Dezember 2003 über die Mehrheit der Stimmrechte bei Winter. Damals wurde Osterrieder zwar in seinem Amt als Vorstand bestätigt. Gleichzeitig wurde dem bisherigen Vorstandssprecher aber der Aufgabenbereich Investor Relations, Kartentechnik und EDV zugewiesen.

Die endgültigen Zahlen für 2003 will Winter am 31. März zusammen mit Plänen für die Neuorientierung des Unternehmens vorstellen. (mb)