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Wieder weniger Aussteller auf der CeBIT

13.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die CeBIT soll auch in diesem Jahr ihrem Ruf als Leitmesse gerecht werden. Dabei kommt dem Veranstalter Deutsche Messe AG entgegen, dass sich das Konkunkturklima aufhellt. Die Vorjahreszahl der Aussteller wird indes nur schwer zu halten sein.

Als "Auslöser, um der gesamten Branche Zuversicht zu geben", bezeichnete Messevorstand Ernst Raue vor Journalisten die CeBIT 2004, die vom 18. bis 24. März wie gewohnt in Hannover stattfinden wird. Doch nicht nur die Branche braucht dringend neuen Mut, auch der Veranstalter kann sich keine weiteren Hiobsbotschaften leisten, die am Ruf der Leistungsschau kratzen. Branchenkrise und Pleitewellen haben ihre Spuren in den Excel-Dateien der Messe AG hinterlassen.

Zumindest für die Zahl der Aussteller kann noch keine Entwarnung gegeben werden: Präsentierten im vergangenen Jahr rund 6600 Firmen ihre Lösungen, sollen es im kommenden März "deutlich über 6000" sein. Raue gab sich jedoch "hoffnungsvoll", die Marke des Vorjahres zu erreichen. Zur prognostizierten Zahl der Besucher hielt er sich trotz mehrmaliger Nachfrage bedeckt - negativ wird sich in jedem Fall auswirken, dass die Veranstaltung einen Tag kürzer als 2003 ausfällt. Damals waren knapp 560.000 Interessierte gekommen, 17 Prozent weniger als noch 2002.

Um gegenzusteuern, setzt die CeBIT auf alle Segmente - die Konzerne, Mittelständler, Startups und Privatanwender. Ein Zeichen, dass sich die Messe vom Modell einer reinen IT-Veranstaltung abgewendet hat, ist die Ankündigung, dass ein Topmanager von Sony die Veranstaltung gemeinsam mit Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnen wird. Die "Leitmesse der ITK-Branche", heißt es in einer offiziellen Meldung, wird zum "Wegweiser in die digitale Welt". Jedoch soll der Business-Charakter dabei nicht untergehen: Er wolle keine "Massen von Kids, die in den Hallen daddeln", sagte Raue. (gh)