Computerwoche-Webinfosession

Wie der Wechsel auf Solid State Drives (SSD) klappt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Was ist beim Umzug auf Solid State Drives (SSD) zu beachten und was verspricht die neueste Generation der Speichertechnologie – diese Fragen beantwortet eine Webinfosession der Computerwoche.
SSD statt Festplatte? IT-Chefs müssen in Sachen Solid State Drives einige Punkte abklären.
SSD statt Festplatte? IT-Chefs müssen in Sachen Solid State Drives einige Punkte abklären.
Foto: Timofeev Vladimir - shutterstock.com

Ob es um die Bewältigung der Datenflut geht, um die Verwaltung von Client-Landschaften oder einfach nur um Spaß bei der Arbeit: Solid State Drives (SSD) versprechen, die richtige Lösung zu bieten. Die Hersteller argumentieren mit hoher Datensicherheit durch integrierte Hardware-Verschlüsselung und lange Haltbarkeit. Eine der Computerwoche nimmt SSD genauer unter die Lupe.

Christian Hansen, Co-Trainer IT Storage bei Samsung, erklärt den Unterschied zwischen den einzelnen SSD-Klassen. Er führt aus, welche Klasse sich wofür eignet und was die neueste SSD-Generation bringt. Detlef Korus von der Computerwoche moderiert die Webinfosession.

Hansen vertritt eine klare Botschaft: Upgrade statt Neukauf. Er verspricht: "Wenn wir die Festplatte entfernen, lösen wir den letzten Flaschenhals auf!" Festplatten wurden in den 1980er-Jahren zu Ende entwickelt - heute gibt es ganz andere Schnittstellen.

Er verknüpft damit einen ganz anderen Blick auf die Performance. Dieser lässt sich mit einem Kürzel beschreiben: IOPS. Wie viele Input/Output-Operations per Second finden statt, das ist für Hansen "die entscheidende Frage". Der Spitzenwert von sieben Millionen IOPS im Serverbereich ist heute tatsächlich schon möglich, so der Samsung-Manager.

Nicht nur damit hat sich SSD seit Anfang dieses Jahres zum Thema in Sachen Server entwickelt. "SSD wird auch erschwinglich", sagt Hansen, "bisher war die Festplatte einfach sehr viel günstiger."

Für den Unterschied in der alltäglichen Nutzung nennt er das konkrete Beispiel Videostreaming: "Wenn ich einen Server auf zwei Höheneinheiten habe und damit bisher rund 30.000 Nutzer bedienen konnte, kann ich jetzt das Zehnfache mehr bedienen!" Was aber das Thema Archivieren angeht, sieht Hansen klar das klassische Festplattensystem im Vorteil - oder auch Tapes. Moderator Korus muss spontan ein wenig Schmunzeln, doch Hansen insistiert: "Die gibt es immer noch, weil sie einfach robust sind!"

Defragmentierung auf jeden Fall abschalten

Moderator Korus will aber auch mit Mythen aufräumen rund um SSD. Einer davon betrifft Defragmentierung. Beschleunigt Defragmentierung SSD? Hansen seufzt: "Das ist mein liebstes Gewürz aus der Gerüchteküche im Internet…" Er rät, Defragmentierung auf jeden Fall abzuschalten. "Denn wenn ich defragmentiere, entstehen Schreibzyklen. Das heißt ich schaffe es, die SSD frühestmöglich in den Lesemodus zu schicken."

Und welchen Fehler kann man bei SSD machen? Auch dazu hat Hansen einen klaren Standpunkt: "Der Kaufmann sagt, wer zu billig kauft, kauft zweimal. Das trifft bei SSD den Nagel auf den Kopf!" Mit Blick vor allem auf das Thema Geschwindigkeit sagt der überzeugte SSD-Nutzer: "Ich hab jetzt endlich wieder Spaß mit meinem PC!"

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