Computerwoche-Webcast

Wie CIOs das Internet of Things jetzt angehen müssen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Welche neuen Business-Modelle ergeben sich aus dem Internet of Things (IoT) und wie integriert man solche Projekte mit Legacys - diese und weitere Fragen sollten 2016 auf der Agenda von CIOs stehen. Ein Webcast der Computerwoche gibt Tipps.
Das Internet der Dinge lässt sich nur mit der passenden Strategie nutzbar machen.
Das Internet der Dinge lässt sich nur mit der passenden Strategie nutzbar machen.
Foto: nopporn - Shutterstock.com

Von der intelligenten Waschmaschine für den Hausgebrauch über vernetzte Messgeräte bis zum 3D-Sensor reichen die Schlagworte rund um das Internet of Things (IoT). Etwa 6,4 Milliarden Endgeräte werden im neuen Jahr mit dem Internet verbunden sein, hat der US-Marktforscher Gartner ausgerechnet. Für IT-Entscheider heißt das: sie müssen ihr Unternehmen jetzt auf Kurs bringen.

Was das konkret heißt, darüber spricht Detlef Korus von der Computerwoche in einem Webcast des Magazins mit Matthias Röse, Strategy und Engagement IoT EMEA bei Hewlett-Packard Enterprise. Die Sicht des Analysten vertritt Arnold Vogt, Lead Avisor Internet of Things & Industrie 4.0 bei der Experton Group.

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Teams, Tools und Tags - Foto: alphaspirit - shutterstock.com

Dabei wird eines von vornherein klar: Awareness schaffen muss niemand mehr. "Die Unternehmen spüren den Wandel am eigenen Leib", beobachtet Röse. Und Analyst Vogt fasst es in Ziffern: "Vor einem Jahr gab es noch gar keine IoT-Plattform, mittlerweile sind es mehrere hundert." Er rechnet in absehbarer Zeit mit einer Konsolidierung des Marktes. Allerdings erwartet Vogt nicht unbedingt, dass sich die technologisch beste Lösung durchsetzt. "Am Markt wird der gewinnen, der über das beste Ecosystem verfügt", erklärt er.

Mehr als 130 Definitionen

Doch nicht nur die derzeit undurchschaubare Menge an Plattformen erschwert es, das Thema operativ anzugehen. Die Schwierigkeiten beginnen schon mit der Definition. Der Bitkom habe dazu mal eine Umfrage gestartet. Nach 130 Vorschlägen zur Begriffsbestimmung von Internet der Dinge, Industrie 4.0 etc. habe man aufgehört zu zählen, schmunzelt Vogt. Er fügt an: "Langsam lichtet sich der Nebel. Der gemeinsame Nenner ist Automatisierung." Das freilich ist dem Analysten zu wenig. Es könne nicht nur darum gehen, Maschinen oder Geräte miteinander zu vernetzen. Sondern um das Verknüpfen ganzer Wertschöpfungsketten.

Die strategische Bedeutung und das Outcome für das Business sind auch Röses Stichworte. Er verweist auf das World Economic Forum, demzufolge Business- und Prozess-IT immer stärker verschmelzen. "In spätestens 24 Monaten ist das Internet of Things Teil jeder Business-Strategie", ist Röse überzeugt. Eine Umfrage unter den rund 450 Webcast-Zuschauern scheint das zu bestätigen: Als Treiber der Digitalisierung geben 35 Prozent die Geschäftsleitung an. Nur 16 Prozent nennen die IT, 18 Prozent die Fachbereiche. "Was ist davon denn zu halten", will Moderator Korus von Vogt wissen. Der findet das gut. "Es zeigt doch, dass die strategische Bedeutung erkannt wurde!"

Digitale Tochterfirma als Königsweg

Doch wie geht ein Unternehmen ein solches Thema nun konkret an? Sowohl Praktiker Röse als auch Analyst Vogt sehen den Königsweg in der Ausgründung. Eine digitale Tochter sozusagen als Schnellboot neben dem etablierten Konzern.

Eines betont Röse mehrfach: Datenschutz, Security und Data Privacy sind Kernthemen - "sonst nützt jede Effizienzsteigerung nix!" Schließlich wolle ja niemand mit einem Data Breach die Schlagzeilen der Computerwoche schmücken…

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